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können, als Jeſpersſon die Flaſche öffnete und ihre Mündung unter Abrahamsſons Naſe hielt.
Abrahamsſon athmete ihren ſtarken Dampf ein und fuhr zuſammen.
„Biſt Du wach?“ fragte Jeſpersſon.
Abrahamsſon ſtreckte blos die Arme aus.
Jeſpersſon führte von Neuem die Flaſche an ſein Geſicht: eine neue heftige Bewegung zeugte von ihrer Kraft.
„Hörſt Du, daß ich mit Dir ſpreche... beſinne Dich... Du mußt hören und mir antworten.. 3 wach auf... wach auf!“
Die Spannung, worin Jeſpersſon ſich befand, zeugte von der ungeheuren Wichtigkeit, welche dieſer Augenblick für ihn beſaß. Durch welche Mitlel es auch ſein mochte, er wollte Leben in den Gefangenen hinein⸗ zwingen. Mit den Tropfen in der Flaſche rieb er dem Patienten Schläfe und Pulsadern, endlich aber wurde er von ſeiner Ungeduld dermaßen hingeriſſen, daß er ihn ſchüttelte.
„Abrahamsſon,“ rief er,„Du mußt erwachen, Du mußt ſprechen.“
Mit einer matten Bewegung ſchlug Abrahamsſon endlich ſeine Augen auf.
„Endlich,“ ſagte Jeſpersſon.„Reich mirDeine Hand, damit ich ſehen kann, ob Du mich hörſt oder nicht.“
Abrahamsſon ſtreckte ſeine Hand aus.
„Du dienteſt bei dem alten Baron Horner, ſagteſt Du.. ſo ſagteſt Du doch...“
„Ich diente...
Die Stimme war ſchwach und matt und ſeine Worte erſtarben, doch hörte man ſehr wohl, daß der Gefangene ſich bei voller Beſinnung befand.“
„Erinnerſt Du Dich der Art, wie der Baron ſtarb?“


