Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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kennen; aber ich weiß nicht, wo ich Sie in meinem er⸗ innerungsreichen Leben ſuchen ſoll. Wollen Sie nicht ſprechen?

Der Gefangene ſchlug ſeine Augen auf und ſchaute ſich um.

Sind wir allein? fragte er.

Der Blick, den er im Zimmer umher warf, die Art wie er fragte, verbreitete gleichſam ein Licht unter Je⸗ ſpersſons Gedanken.

Sie ſind... Sie ſind...

Sie ſind ſehr gut gegen mich geweſen, bemerkte der Gefangene.Kann Niemand uns hören?

Niemand.

Ich könnte Ihnen viel anvertrauen, fügte der Ge⸗ fangene hinzu,aber ich bin ſo matt, ſo ſchwach.

Sagen Sie mir Ihren rechten Namen.

Abrahamsſon.

Ums Himmelswillen, jetzt erkenne ich Dich! Du warſt es, der bei dem Vater des jetzigen Barons Horner diente, als er in Stockholm ſo plötzlich ſtarb. Du wur⸗ deſt in derſelben Nacht oder den Tag darauf verhaftet und eines Verbrechens angeklagt.

Ja, ja..

Jeſpersſon wagte kaum zu glauben, daß er dieſe für ihn und ſeine Abſichten ſo wichtige Perſon vor ſich habe, und gleichwohl konnte er es nicht bezweifeln. Jetzt kehrten in ſein Gedächtniß alle die Umſtände zurück, die bei dem Tod des alten Barons ſtattgefunden, und all die Betrachtungen, welche hernach, in Folge des Verkaufs von Wardnäs an den Landrichter Boijer in ihm aufge⸗ taucht waren. Ueberzeugt, daß Abrahamsſon der ein⸗ zige war, der den Schlüſſel zu all dieſen Räthſeln in ſeiner Hand beſaß, betrachtete er ihn jetzt als einen Mann von ſo großem Intereſſe und Einfluß, als ob Alles auf ſeinem Wort beruhte. Aber Jeſpersſon zwei⸗ felte an den Menſchen, und er erblickte in Abrahamsſon

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