Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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den Plan des Adels ſie erhielten; dagegen gewinnen Sie mehr Ehre und Liebe, wenn Sie dem Vertrauen Ihres Bruders redlich entſprechen. Werfen Sie ferner keine ſchwarzen Schatten mehr auf Ihren Bruder, der Sie ſo hochgeehrt und erhoben hat. Laſſen Sie ſich nicht länger durch ſeine Feinde und Verleumder leiten und berathen. Dieſe ſchwatzen zwar von Liebe und Eifer für das Vaterland, haben jedoch nichts als Rache, Ver⸗ folgung und Herrſchſucht im Auge. Sie ſind jetzt von keinen andern Leuten umgeben, und kein Bürgerlicher, den dieſe nicht auf ihre Seite gebracht hätten, beſitzt Zutritt zu Ihrer Perſon. Auf ſolche Art können Sie nichts Anderes erfahren, als was in den Kram dieſer Herren taugt. Haben Sie keinen Günſtling mehr. Wenn Sie die dem ſeligen König ergebenen bürger⸗ lichen Männer nicht zurückrufen wollen oder können, ſo berufen Sie aus den Provinzen ſolche Bürgerliche als Mitglieder Ihres Raths, welche der Adel am Meiſten ſchmäht; Sie können dann überzeugt ſein, daß dieß ein⸗ ſichtsvolle, kluge und Ihnen ergebene Männer ſein wer⸗ den, denn den Dummen und Unthätigen fragt der Adel Aichts nach, dieſe ſtehen ihm nicht im Weg. Hören Sie alfs beide Parteien an, mein Prinz, dann werden Sie die Wahrheit erfahren, dadurch auch die bereits auf⸗ gereizten Gemüther wieder verſöhnen und Ruhe und Frieden im Land wieder erhalten können. Laſſen Sie es nicht länger als Verdienſt gelten, der Verkleinerer des ſeligen Königs geweſen zu ſein, und rechnen Sie die ihm bewieſene Ergebenheit nicht länger als ein Ver⸗ brechen an. Heben Sie die von ihm getroffenen Ein⸗ richtungen nicht auf. Sie ſind ja nicht weiſer, als dieſer Fürſt, deſſen Weisheit ganz Europa bewunderte. Laſſen Sie deßhalb der Geiſtlichkeit ihre Expeditions⸗ gebühr und ziehen Sie eines ihrer Mitglieder in Ihren Rath. Wenn die Mehrheit ſich geweigert hat, ſo wiſſen Sie, mein Prinz, daß ſie dazu theils durch Drohungen, theils durch Lockungen des Adels beſtimmt worden iſt,