Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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Nichts, Herr Baron, ganz und gar nichts. Cazal's Ausſehen zeugte jedoch gegen ihn. Armfelt erhob ſich von ſeinem Platz, um ſelbſt nachzuſehen, was einen ſo eigenthümlichen Eindruck auf den Alten gemacht hatte; aber dieſer trat ihm dreiſt ent⸗ gegen, wie wenn er es verhindern wollte.

Ich bitte Sie, Herr Baron, ſehen Sie nicht hinaus... Sie... Sie...

Cazal's Benehmen ſteigerte Armfelt's Verwunderung noch mehr, aber eine von Schmerz zeugende Bewegung zog jetzt ſeine Aufmerkſamkeit auf Vincenz.

Cazal bewegte ſich indeſſen nicht vom Fleck, ſondern ſchien feſt entſchloſſen, das Fenſter gegen Armfelt zu ver⸗ theidigen.

In dieſem Augenblick hörte man das Getöſe ſchnell herannahender Roſſehufe. Dieſes zog jetzt die ganze Aufmerkſamkeit an, zumal da man hörte, daß der Rei⸗ ter unten vor dem Fenſter Halt machte und beinahe in demſelben Augenblick, laut genug, um oben vernommen zu werden, fragte, ob nicht Baron Güllenlöwe ſo eben in der Stadt angelangt ſei und ſich jetzt da befinde.

Armfelt fuhr zuſammen, als er ſeinen Namen hörte, und er wollte von Neuem an's Fenſter eilen, wurde aber wiederum von Cazal daran verhindert.

Er konnte ſich dieſe ſonderbare Hartnäckigkeit des Alten nicht erklären.

Aber als in dieſem Augenblick die Thüre ſich öff⸗ nete und ein ruſſiſcher Courier auf der Schwelle ſtehen blieb, da vergaß Armfelt bald das Benehmen Cazal's.

Es war der ruſſiſche Courier, der ſpornſtreichs an⸗ gekommen war und auf der Straße nach ihm gefragt hatte.

Sie ſuchen mich, ſagte Armfelt und ging dem Kommenden entgegen. Ich bin der Baron Guͤllenlöwe.

Welch' ein Glück, daß ich Sie ſo bald getroffen habe, Herr Baron. Ich bringe Ihnen ein wichtiges Der Trabant. IV. 4 23