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Endlich wurde mit ſtarken Zügen geſchildert, wie auch ein kurzes Zuſammentreffen zwiſchen der Mutter und dem Sohn in Stockholm ſtattfand, ohne daß jedoch der letztere ahnte, daß es ſeine Mutter war, mit der er ſprach.
Döring las, indem er ſich kaum Zeit gönnte, Athem zu ſchöpfen. Es war für ihn Feuer und Flamme, was er las. Seine Seele wurde von jedem Wort entzündet, und je weiter er kam, um ſo mehr fühlte er ſich be⸗ feuert. Vergebens ſuchte er jedoch einen Namen, bei dem er verweilen konnte. Er wußte zwar, daß die Schrift nur ihn allein betraf, aber dennoch hatte er umſonſt nach ſeinem Namen geforſcht. Dieſes lange Schreiben war eine brennende Huſte⸗ worin er ſich ver⸗ gebens nach einer kühlenden Oaſe umſchaute und ſtatt einer ſolchen vielmehr von einem Samum begrüßt wurde, der ſein Blut erhitzte und ſeine Adern immer höher ſchwellen machte. Er begann zwar Verſchiedenes zu ah⸗ nen, aber dieſe Ahnungen vergrößerten ſeine Qual nur noch mehr. Es kam ihm vor, als jagte unaufhörlich an ſeiner Seite her ein Irrlicht, das im Augenblick, wo er ſich ihm ganz nahe glaubte, jedesmal wieder ver⸗ ſchwand. Wie manche Namen ſind nicht auch bloße Irrlichter!
Er verſtummte eine Weile und ſein Blick flog dem, was er las, voraus, um dasjenige zu ſuchen, was zu finden er ſich ſo ſchmerzlich ſehnte.
— Fahren Sie fort, bat Vincenz, unterbrechen Sie ſich nicht.
Aber in dieſem Augenblick nahmen die Hammer⸗ ſchläge vor dem Fenſter dermaßen an Stärke und Raſch⸗ heit zu, daß unwillkürlich Alle darauf lauſchten.
Cazal ſchaute hinter einem der Rollvorhängezhinaus.
Ein Ausruf des Schreckens drängte ſich dabei un⸗ willkürlich von ſeinen Lippen, und als er ſeinen Kopf zurückzog, war ſein Geſicht leichenblaß.
— Was bedentet das? fragte Armfelt.
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