Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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Als Vincenz hörte, daß Armfelt ſich näherte, ſetzte er ſich im Bette auf. Die Anſtrengung der Reiſe hatte ſeine letzten Kräfte erſchöpft.

Ich fühle, ſagte er zu Cazal, daß meine Todes⸗ ſtunde herannaht.

In dieſem Augenblick traten Armfelt und Döring ein. Als ſie den ſchwachen Zuſtand des Patienten be⸗ merkten, näherten ſie ſich ihm leiſe und vorſichtig, wie man ſich einem Kranken zu nähern pflegt, für welchen man Theilnahme hegt.

Wie hat es mich nicht verlangt, Sie zu treffen, Baron, ſagte er zu Armfelt, um Ihnen einmal die Hand druͤcken zu dürfen!

Die Rollvorhänge waren herabgelaſſen, und man konnte den Ausdruck in Vincenzens Geſicht nicht voll⸗ kommen unterſcheiden, aber die Stimme deutete ihn an.. ſie war verſöhnend und mild.

Welch' ein beſonderes Glück, fuhr Vincenz fort, daß ſch auch Sie treffe, Döring. Ich hatte es nicht gehofft.

Plötzlich ſah man in Vincenzens Miene ein Zucken, und er unterbrach ſelbſt ſeine Rede.

Gnaͤdiger Herr, bemerkte Cazal, Sie befinden ſich ſchlimmer, Sie ſind aufgeregt.

Das nicht, Cazal... aber höre... man klopft ſo heftig da draußen... es wurde mir bange als man ſo hämmerte.

Vincenzens Bemerkung war richtig. Während er ſprach, begann man vor ſeinem Fenſter zu hämmern, und zwar immer ſtärker und ſtärker.

Wenn man die Leute veranlaſſen könnte, mit dem Lärmen aufzuhören, ſagte Armfelt. Sie bedürfen Ruhe und Frieden um ſich her.

Ach nein, laſſen Sie es ſein. Die Sache geht uns nichts an, und ſie werden wohl bald aufhören.

Aber das Klopfen währte immer fort.