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— Ich muß fort von hier, ſagte er eines Tags zu Cazal, ich muß den Feind meines Lebens noch ein⸗ mal treffen.
— Guädiger Herr, was wollen Sie von ihm... haben Sie ihn noch nicht vergeſſen?
— Ich will ihm freundſchaftlich die Hand reichen, bevor ich ſterbe.
Vincenz ließ ſich von ſeinem Wunſch nicht abbrin⸗ gen und er mußte erfüllt werden.
Zamparelli wurde alſo mit Briefen abgeſandt, mittelſt deren man Armfelt's gegenwärtigen Aufenthalt auszumitteln hoffte..
Vermöge ſeines hohen Ranges unter den Aſiatiſchen Brüdern wie auch unter den Freimaurern war es für Bincenz ein Leichtes, ſich mit ſehr hochgeſtellten und einflußreichen Perſonen in Berührung zu ſetzen. Nach einiger Zeit erhielt er auch alle Aufſchlüſſe, die er wünſchte, und am wichtigſten war für ihn die Nachricht, daß Armfelt unter dem angenommenen Namen Gyllenlöwe zu einer beſtimmten Friſt in Wismar ſich einfinden ſollte.
Um ihn dort zu treffen, machte er ſich alſo auf den Weg.
Es mag übertrieben ſcheinen, einen kränklichen Mann eine Reiſe von etwa zweihundert Meilen machen zu laſſen, bloß um einen alten Feind an ſeine Bruſt zu drücken... das mag ſein... aber Vincenz war nun einmal ſo.
Als er nach Wismar kam, erſuchte er den Arzt, in welchem er einen Freimaurer traf, Armfelt mit dem Brief entgegenzugehen. Der Arzt erfüllte gerne die Bitie eines Bundesbruders, zumal da ihm dieſer ſagte, daß er ihm dadurch nicht bloß einen großen und wich⸗ tigen Dienſt erweiſe, ſondern auch den letzten Wunſch erfülle, den er noch in der Welt habe.


