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verſöhnender und mild ſtrahlender Liebe in ihrem Blick, mit der ſchönſten Ruhe des Herzens und der Seele auf ihrer Stirne, und mit Segnungen auf ihren Lippen.
Das Göttergleiche in ihr hatte in dieſem Bild alles Irdiſche in ihr verdrängt.
Vincenz hatte keine Worte für das, was er dachte .. er dachte auch weniger als er fühlte... und er eilte an Zamparelli vorbei und ſank gleich ihm anbetend auf ſeine Kniee nieder.
Das Heiligenbild war von Louiſen's Hand, und Zamparelli hatte es mitgenommen, als er in ſeine hei⸗ mathlichen Berge zurück ehrte.
Vincenz blieb in dieſem Thal, gefeſſelt nicht we⸗ niger von ſeiner ſchöͤnen Natur, als von dieſem Ge⸗ mäͤlde. Hier vergaß er allmälig die Erde und ihre Kämpfe, hier wurde er eingeweiht in den Frieden und die Selig⸗ keit einer andern, zukünftigen Welt.
Die Schläge hines Herzens waren nicht mehr ſo heftig, es begann ruhiger und ſtiller, glücklicher und hoffnungsvoller zu klopfen.
Hier begann er auch das unendlich Göttliche in der Macht, welche Wanja verändert und ſie ſo ſtark gegen un äußere Eindrücke der Welt gemacht hatte, zu ver⸗
ehen.
Hier wurde Vincenz zur Verſöhnung in ſeinem Herzen, zur Verſöhnung mit ſich ſelbſt und der Welt eingeweiht.
Seine Stirne legte ſich in düſtere Falten, wenn er auf ſein Leben zurückblickte; aber ſie erheiterte ſich, wenn er vorwärts ſchaute.
Hinter ihm lag das Leben gleich einem arbeiten⸗ den, in gewaltſamen Kämpfen aufgelösten Vulkan; vor ihm lag es wie ein Thal voll von aufſproſſendem, mil⸗ dem und ſchönem Reichthum, worüber eine ſtrahlende
Sonne aufging. Er fuͤhlte jedoch, daß er den höheren Frieden ſeines


