Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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könnte, mit jedem Augenblick mehr Begründung zu ge⸗ winnen ſchien. 15

Es war nicht bloß Eiferſucht auf Forſter's Glück, was ihn bei der dermaligen Lage der Dinge veranlaßte, handelnd aufzutreten, ſondern auch ſeine Stellung zu Baron Reuterholm und deſſen beſtimmten Befehl, daß die Verhaftung auf den Abend vollzogen werden ſollte.

Die Polizeidiener wurden immer mehr zurückge⸗ drängt, und in demſelben Maaße nahm auch Alm's Verlegenheit zu.

Fromm war dabei nicht der Unthätigſte.

Die ſtrenge, unbeſtechliche Pflicht gebot endlich Alm, ſelbſt aufzutreten, und dieß grämte ihn um ſo mehr, als es ihn beinahe ſogar in ſeinen eigenen Augen er⸗ niedrigte.

Nicht bloß Forſter, ſondern auch mehrere der Gäſte boten ihren ganzen Einfluß auf, um das aufgereizte Volk zu beſchwichtigen, aber vergebens.

Man hatte bereits die Polizeidiener an die Treppe geführt, um ſie hinabzuwerfen. Fromm hielt ſogar einen von ihnen hoch in die Luft empor, um ihm, wie er ſich ſelbſt ausdrückte, ein gutes Trinkgeld zu geben.

Man entſetzte ſich vor der Gewaltthat, ohne daß man die Macht hatte, ihr zuvorzukommen.

Jetzt trat Alm auf und bat um Schweigen, wäh⸗ rend er ein wohlzuſammengelegtes Papier aus ſeiner Taſche nahm. Dadurch lenkte er die allgemeine Auf⸗ merkſamkeit von der Polizei ab und auf ſich ſelbſt.

Fromm, welcher bemerkte, daß etwas Neues im Anzug war, ſtellte den Polizeidiener behutſam wieder auf den Boden, um Acht zu geben, was da vorging.

Still! rief er ana dem Volke zu, als es fort⸗ während lärmte, und vor ſeiner gebietenden Stimme verſtummte es ſogleich.

In Alm's Seele regten ſich mehrere Elemente. Er leugnete ſich ſelbſt das Heimtückiſche ſeiner Handlungs⸗ weiſe nicht; aber... aber..