Forſter ſeiner Seits fürchtete Alm's halbe Redens⸗ arten; er erinnerte ſich gar zu gut, daß er ihm gerade auf ſolche Weiſe ſeine Mittheilung in Betreff des heim⸗ lichen Poſtverkehrs mit Armfelt abgelockt hatte.
— Bedenke, wenn Du jetzt einmal, d. h. nur auf einen Augenblick, Alles verlöreſt, was Du beſitzeſt... alles zuſammen. 8
Forſter konnte eine gewiſſe Verblüfftheit über die aufgeſtellte Vorausſetzung nicht verbergen. Die Erin⸗ nerung an die Unterredung Frank's und Ehrenſtröm's bei Fräulein Rudenſköld flog wie ein Blitz durch ſeine Gedanken.
— Alles, was ich beſitze? wiederholte Forſter.
— Wie ich ſage; zuerſt Deine Wirthſchaft.
— Das wäre ein ſbretkliches Unglück... aber ich würde die Sache mit kaltem Blut eerrtragen und von Neuem anfangen. Es thäte mir hauptſächlich um Ma⸗ riens willen leid.
13 8 Aber denke Dir einmal, daß Du auch ſie ver⸗ öreſt.
— Marie verlieren? Ach ſchwatze kein dummes Zeug. Nicht wahr, Marie, Du haſt mir nicht nur Deine Hand gegeben, ſondern auch Dein Herz?
— Mein ganzes Herz, Forſter.
— Hörſt Du's?
— Aber denke Dir die Möglichkeit, daß Du Deine Freiheit verlöreſt.
Forſter beantwortete Alm's Aeußerung nicht, ſon⸗ dern kehrte ihm bloß den Rücken, weil es ihn verdroß, daß einer ſeiner Gäſte in einem für ſein Herz ſo koſt⸗ baren Augenblick wie der gegenwärtige, ſolche Voraus⸗ ſetzungen aufſtellte. In ſeinem ſonſt frommen Gemüth hegte er indeß Argwohn gegen Alm und glaubte jetzt noch größere Gründe dafür zu haben. Außerdem be⸗ merkte Forſter, daß Marie auf Alm's Gerede hörte und daß es ihr Kummer machte.
Alm dagegen war beleidigt durch die Verachtung,


