Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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Glück und Seligkeit beinahe ſtrahlte, da vermochte er ſeine Gedanken nicht länger in ſich zu verſchließen.

Er hat ſein Glück mir geſtohlen, murmelte er zwiſchen den Zähnen; Rache!

Die Trauung war vollendet und man begann dem Brautpaar zu gratuliren.

Dieſen Augenblick hielt Alm für den paſſendſten, um ſeinen Auftrag zu vollziehen, aber er hatte den Polizeidienern, die ihn begleiteten, geſagt, daß ſie auf der Straße warten ſollten, bis er ihnen vom Feuſter aus ein Zeichen gäbe, heraufzukommen; er mußte ſich alſo noch gedulden.

Alm war inzwiſchen der Letzte, der zu Forſter und Marie vortrat, um ihnen Glück zu wünſchen.

Auf der Straße unten hatte ſich eine große Volks⸗ menge verſammelt, um das Brautpaar zu ſehen. Forſter und Marie waren wohlbekannt, beide hatten ſich, erſterer als der beliebte Eigenthümer des Opernkellers, Letztere während ihres Aufenhalts auf Lilienholm, viele Freunde erworben. Alle achteten in ihnen zwei Leute, welche das Glück, das ſie ſich gegenſeitig bereiteten, wohl ver⸗ dienten, und denen man es auch gerne gönnte.

Die Braut, die Braut! rief man von der Straße herauf, laßt uns die Braut ſehen.

Dieſe Ausrufungen unterbrachen Alm juſt in dem Augenblick, wo er ſo ausdrucksvoll wie nur möglich ſeinen Glückwunſch darzubringen ſuchte. Aber das laute Verlangen des Volks wurde noch dringender als man der erſten Aufforderung nicht ſogleich nachkam.

Die Marſchälle hatten in eines der Fenſter zwei große Armleuchter geſtellt, um die Braut zu beleuchten, während ſie ſich dort zeigen würde.

Die Braut! Laßt die Braut ſehen! Die Braut an's Fenſter! tönte es von der Straße herauf.

Man glaubte auch den ſtürmiſchen Wunſch ſogleich erfüllen zu müſſen, und Forſter führte Marie an das beſtimmte Fenſter.