Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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Eine große Halskrauſe und eine weiße, mit Stickereien verſehene Weſte, die er in einer Kleiderbude gekauft hatte, vollendete ſeinen Aufzug.

Aber ſein Geſicht hatte er nicht aufbeſſern können. Und nicht bloß in ſeinen mageren Beinen hatte er Aehn⸗ lichkeit mit einer Spinne, ſondern ſein ganzes Weſen deutete auf eine Verwandtſchaft mit dieſem merkwürdi⸗ gen, den kleinen Inſekten ſtill auflauernden Raubthier, und dieſer Charakter drückte ſich ganz beſonders in den unter der Stirne beinahe begrabenen, beſtändig ſpähen⸗ den, niemals ruhenden kleinen Aeuglein, ſowie in ſei⸗ nem dünnen, blaſſen Geſichte aus. Seine Spinnennatur trat auch in dieſer Stunde mehr als je zum Vorſchein.

Der Neid hatte ſich ſeiner gänzlich bemächtigt. Seine ſtets mißlungenen Verſuche, ſich eine unabhän⸗ gige Stellung zu verſchaffen, hatten ſeine Seele mit Bitterkeit erfullt und alle guten Regungen darin er⸗ ſtickt. Wenn er etwas ſah, das ihm geſiel, ſo grämte er ſich darüber, daß es nicht ſein war. Man konnte ſagen, daß er in Gedanken ſeinen Nächſten fortwährend beſtahl. Ganz beſonders war ſein alter Freund Forſter ein Ge⸗ genſtand der gierigen Mißgunſt, die unaufhörlich an ſei⸗ nem Frieden zehrte.

Er hatte eine ſo glänzende Hochzeitfeier, wie Forſter ſie im Uebermaaß ſeines Glücks veranſtaltete, nicht er⸗ wartet.

Alle dieſe Pracht erhöhte ſeinen Neid noch.

Er hatte nicht erwartet, unter den Hochzeitsgäſten Perſonen ſelbſt aus den höchſten Kreiſen der Geſellſchaft zu finden.

Auch dieß wurde für ihn eine neue Urſache des Grams.

Aber damit nicht genug. Er hatte ſich auch nicht vorſtellen können, daß Marie ſo ſchön ſein würde, wie ſie ſich jetzt zeigte. Ihr Anblick blendete ihn wirklich und er ſtieß einen tiefen Seufzer aus.

Aber als er Forſter betrachtete und ſah, wie er vor