Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

-

Dem Marſchall erlaubten ſeine vielen Geſchäfte nicht, die Fragen zu beantworten, und er entfernte ſich lachend.

Die Braut iſt jetzt da, berichtete der Marſchall, als er endlich zurückkam. Komm, Brüderchen, komm.

Sie iſt da, ſagſt Du... warte ein wenig...

Und der ehrliche Forſter ging noch einmal im Zim⸗ mer auf und ab, halb laut die Trauungsformel vor ſich hin murmelnd, um ſicher ſein zu können, daß er im Brautſtuhl nicht aus dem Text komme.

Es iſt ſchrecklich warm, meinte er.

Kein Geſchwätz jetzt, komm! Die Herren warten draußen, um Dich in den Hochzeitſaal zu begleiten.

Ich nehme Dich, murmelte Forſter wieder an der Trauungsformel.

Komm!

Jetzt zu meiner ehelichen Frau, fuhr Forſter fort, indem er auf⸗ und abwandelte.

Komm, komm.

Um Dich zu lieben in Freud und Leid...

Nun ja doch; jetzt biſt Du ſattelfeſt im Text. Warte jedenfalls nicht länger. Man wird ungeduldig ... Marie erwartet Dich... komm!

Und zum Wahrzeichen gebe ich Dir dieſen Ring, fuhr Forſter fort.

Ich öffne die Thüre... jetzt...

Forſter warf einen Blick in den Spiegel und legte ſeine Halskrauſe zurecht.

Jetzt in Gottes Namen.

Begleitet von den eingeladenen Gäſten, die eine unregelmäßige Reihe hinter ihm bildeten, gelangte er vor die Thüre des Saales, wo die Trauung vollzogen werden ſollte.

Hier mußte er einen Augenblick ſtille ſtehen.

Als die Thüre ſich öffnete und er eintrat, ſah er, wie die gegenüberſtehende Thüre gleichfalls geöffnet wurde und Marie durch ſie hereinkam.