Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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ein Nhu⸗ Anweiſung zurück und ebenſo die tauſend Reichs⸗ aler. ſich Sie wollen ſie nicht haben?

2 Von Ihnen nicht, gnädiger Herr. Der Herzog ſchien ſie nicht zu verſtehen. Ich ſchätze Ihren guten Willen hoch, Herzog, gei⸗ daß Sie an mein Beſtes denken; aber ich will nicht ld, Ihre Schuldnerin werden.

Sie wollen nicht?

Haben Sie die Güte, Ew. Hoheit, und neh⸗

men Sie die Anweiſung zurück. Mein Herz gehört uf. einem Andern.

Der Herzog vermochte ſich kaum von ſeiner Ueber⸗ raſchung zu erholen. Verblüfftheit und Zorn malten ſich in ſeinem Geſicht. Verdruß und Unwille bemäch⸗ tigten ſich immer mehr ſeines Gemüthes. Seine Unter⸗ 1 lippe zitterte und ſeine Stirne legte ſich in eine dro⸗ hende, düſtere Wolke.

Und dieß iſt Ihr letztes Wort, mein Fräulein? 4 Mein letztes.

In dieſem Moment lag im Blick des Herzogs Etwas, das ſie erſchreckte, ſo daß es ihr war, als wuüͤrde ſie mit einem Eisſtrahl durchbohrt.

nt⸗ Ohne alle Barmherzigkeit weiſen Sie alſo mein be⸗ Anerbieten zurück, begann der Herzog endlich wieder; b was hilft es mich alſo, daß ich gegen Sie barmher⸗ rie zig bin? Ew. Hoheit...

Fräulein Rudenſköld ſah, daß ein Sturm drohte, aber ſie blieb unerſchütterlich und ruhig.

Sie wollen nicht? wiederholte er dann und er⸗ Er griff ihre Hand, die er feſt in der ſeinigen preßte, ich 6 dagegen ſage, Sie werden.

4 Vergeſſen Sie ſich nicht, Ew. Hoheit. Erin⸗ en nern Sie ſich, daß Sie zu einem Weihe reden. en Das iſt es, was ich nicht vergeſſe.

Der Trahant. III.