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335 daß ich von einem Einzelnen geliebt werden konnte, während ich davon träumte, die ganze Welt zu lieben. So lieblich es iſt, zu lieben, ſo ſchrecklich iſt es, von demjenigen geliebt zu werden...
— Von demjenigen...
— Von demjenigen, den man nicht ſelbſt liebt.
Der Herzog erlitt die Qual eines Märtyrers. Je⸗ der Blutstropfen verſchwand aus ſeinem Geſicht.
— In dem Penſtonsbrief, den ich Ihnen gegeben, habe ich, obſchon die Summe gering iſt, doch gewiſſer⸗ maßen gezeigt, was ich für Sie thun will.
Sein Blick erklärte die Bedeutung ſeiner Worte.
— Die Penſion wäre alſo... ich verſtehe Sie... mein Gott, wie könnte ich Sie auch je mißverſtehen? dieſe Penſion, ſagen Sie...
— Ich verdopple ſie... ich vervielfache ſie.
Miit einem unbeſchreiblichen Ausdruck des Entſetzens riß ſie, wie von einer giftigen Schlange geſtochen, ihre Hand aus der des Herzogs.
— Ich werde Ihnen einen Landſitz in der Nähe der Hauptſtadt kaufen. Sie ſollen nichts vermiſſen.
— Allmächtiger Gott!
— Ich werde Lauben anlegen, wo die ſeltenſten Mflanzen duften ſollen, und Vögel ſollen um Sie her ſingen.
— Hören Sie auf, Ew. Hoheit, hören Sie auf!
— Ich werde den Platz in ein Paradies verwandeln.
— Und mich?
Der Herzog hörte nur ſeine eigenen Gedanken.
— Wenn die Sonne untergeht und der Abend ſeine kühlen Schatten über Berge und Thäler ausbreitet, wenn Ihr Herz wartet, Ihr Ohr lauſcht, Ihr Auge ſehnſüchtig um ſich blickt, und Sie hören dann Hunde⸗ gebell... das Getöne von Roſſehufen... das Knar⸗ ren eines Thores...
Des Herzogs Wangen bepurpurten ſich wieder, wäh⸗


