Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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Der Herzog? wiederholte Fräulein Rudenſköld, was will er von mir?

Der Abend war bereits weit vorangeſchritten.

Wenn Du willlſt, ſo werde ich ihn empfangen, bemerkte Bengt. 44

Nein, Bengt, nein, ich will ihn nicht abweiſen; aber ſeine Anweſenheit beunruhigt mich... ſo ſpät; es iſt höchſt ungewöhnlich. Ich kann es mir nicht er⸗ klären.

Beruhige Dich, Schweſter.

Allerdings, allerdings. Aber jedenfalls, ſo ſpät... ſo ſpät...

Sie erinnerte ſich jetzt des Briefs, den ſie bekom⸗ men hatte, und wurde beinahe noch mehr davon ge⸗ ſchreckt.

Dieſer Beſuch erſcheint mir beinahe unartig, um nicht zu ſagen keck.

Ich geſtehe, daß er wenigſtens nicht als ein Compliment betrachtet werden kann.

Inzwiſchen gleichviel. Ich werde die Gelegen⸗ heit benützen und ſeinen Brief mündlich beantworten. Bengt, verlaß mich! Begib Dich in's Zimmer hinein und vollende Deine unterbrochene Arbeit... ſieh zu, daß die Summe zuſammenkommtz ich will inzwiſchen mit dem Herzog ſprechen.

Bengt hatte ſich kaum entfernen können, als der Herzog eintrat.

MNicht ohne eine gewiſſe Unruhe, beinahe Furcht, erſchien er bei Fräulein Rudenſköld. Die Umſtände klagten ſie eines Verbrechens an, und ſtand es wohl in ſeiner Macht, ſie von den Folgen zu retten, nachdem er bereits ſeine Einwilligung zum Sturze der Uebrigen gegeben hatte? Nichtsdeſtoweniger ſchmeichelte er ſich mit der eiteln Vorſtellung, dieß thun zu können, wenn nur ſie ſelbſt darauf eingehen wollte. Von ſeiner Leiden⸗ ſchaft verblendet, merkte er nicht, daß die Forderung, die er als Bedingung ſeines Schutzes zu ſtellen beab⸗