Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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pfinde vollkommenen Frieden in meinem Innern. Warum kann es nicht immer ſo ſein?

Warum? ſoll ich Dir's ſagen?

Ja, ja, ſage mir's.

Darum, weil Du ein zärtliches Herz haſt.

Aber ich fühle, daß meine Ruhe in dieſem Augenblick gerade von dieſem ausfließt.

Natürlich; aber von ihm kommt auch all die Unruhe, die Du zuweilen empfindeſt.

Vielleicht haſt Du Recht.

Die Liebe macht nur diejenigen glücklich, denen ſie ein eigenes Haus und einen eigenen Herd erbaut; alle Andern macht ſie unglücklich.

Bengt äußerte ſich vorſichtig. Er wollte keine un⸗ angenehmen Erinnerungen wieder aufreißen.

Weißt Du, an was ich manchmal gedacht habe? ſiel Fräulein Rudenſköld ein.

Laß mich hören; es iſt ſchon lange her, daß wir nicht mehr vertraulich mit einander geplaudert haben.

Wenn ich Mittel beſäße... ach, in dieſem Augenblick fällt es mir ſchwer auf's Herz, daß ich arm bin... dann würde ich den Hof und all die Verwick⸗ lungen, worin ich mich jetzt befinde, für immer ver⸗ laſſen. Ich würde auf's Land ziehen.

Wuͤrdeſt Du das?

Ich würde mir ein kleines Gütchen kaufen und mit meiner Mutter dahin ziehen.

Aber es würde Dir da nicht gefallen.

Doch ja, Bengt, auf einem hübſchen kleinen Gütchen würde es mir wohlgefallen. Es würde mir Freude machen, Alles um mich her recht nett und be⸗ haglich anzuordnen. Die Einſamkeit iſt für mich keine Plage, ſondern vielmehr eine Freude. Ich weiß, wie ich mich manchmal ſo glücklich gefühlt habe, wenn ich unter dem Schatten eines Baumes athmen, aus der Ferne einen Bach murmeln hören, oder auch nur eine einfache Blume betrachten durfte. Ich glaube, daß ich mich in

Der Trabant. III. 21