Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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mein Fräulein, bei meiner Hochzeit ſehen dürſte. Marie wünſcht es ſo ſehnlich, und ſie würde ſich ſo herzlich reuen...

4 Unmsglich, mein lieber Forſter, unmöglich. Mein Bruder kann bezeugen, daß wichtige Geſchäfte meine Zeit in Anſpruch nehmen, Geſchäfte, die nicht einen einzigen Augenblick Aufſchub geſtatten. Nicht wahr, Bengt?

Während des Geſprächs mit Forſter war Bengt in die inneren Zimmer zurückgekehrt. Von andern Ge⸗ ſchäften in Anſpruch genommen, hörte er die Frage ſei⸗ ner Schweſter nicht.

Er antwortet mir nicht, bemerkte Fräulein Ru⸗ denſköld; gleichviel, kommen Sie ſelbſt, Forſter, ſo wer⸗ den Sie ſehen, was uns beſchäftigt.

Als Forſter eintrat, traf er Bengt an einem, mitten im Zimmer ſtehenden Tiſch beſchäftigt, eine Menge Ju⸗ welen und Schmuckſachen, wie auch andere koſtbare Gold⸗ und Silberpiecen zu numeriren und anzuzeichnen.

Sie gedenken zu verreiſen? fragte Forſter ver⸗ wundert.

Weit entfernt; aber dieſe Kleinigkeiten da ſollen ihres Wegs ziehen. Inzwiſchen finden Sie, daß wir zu thun haben. Grüßen Sie Marie herzlich und ſagen Sie ihr, daß ich lebhaften Antheil an ihrem Glück nehme und gewiß nicht ausbleiben würde, wenn nicht ebenſo heilige als theure Pflichten mich dazu zwängen. Morgen oder übermorgen werde ich ihr dagegen in ihrer neuen Wohnung meinen Beſuch machen.

Sobald Forſter das Fräulein verlaſſen hatte, trat ſie zu ihrem Bruder ein. Sie blieb an ſeiner Seite ſtehen und warf einen Blick auf die Anzeichnungen. Frrräulein Rudenſköld hatte es aus Liebe zu Armfelt über ſich genommen, alle ſeine vielen Correſpondenzen aus der Hauptſtadt in ihrer Hand zu vereinigen, und vor allen Dingen dem jungen König ſeine Schreiben zu übergeben und deſſen Antworten in Empfang zu