— Sie haben unvorſichtig gehandelt, Forſter, ſehr unvorſichtig.
„— Ich hahe auch ſeitdem nicht einen einzigen ru⸗ higen Augenblick mehr gehabt, und da ich jetzt höre, daß man unſere Correſpondenz entdeckt haben ſoll, ſo
.....
— So...
— So fällt es mir ein, daß ich am ganzen Un⸗ glück Schuld bin. Mein Gott, wenn es ſich ſo ver⸗ hielte... ach, ich könnte mir's nicht verzeihen, mein Fräulein.
— Es iſt unmöglich, mein liebe genau zu wiſſen, was an den Gefahren, die der Eine und der Andere ſich vorſpiegelt, Wahres ſein mag; ich hoffe, daß man ſich täuſcht, und ich rathe Ihnen, nichts merken zu laſſen. Heirathen Sie ruhig, lieber Forſter und denken Sie mehr daran, Ihre Frau glücklich zu machen, als an andere Dinge. Was meine Verzeihung
betrifft, ſo gebe ich Sie Ihnen, wie auch die Ereigniſſe ich entwickeln mögen. Ich flechte ſie in Marien's Braut⸗ kranz als das einzige Hochzeitsgeſchenk, das ich Ihnen geben kann. Inzwiſchen müſſen Sie ſich künftig vor dieſem Alm beſſer in Acht nehmen. Der ſchlimmſte Feinn den man haben kann, iſt ein betrügeriſcher reund.
— Dank, gutes Fräulein, Dank. Sie hätten mir kein beſſeres Hochzeitsgeſchenk geben können. O mein Gott, Sie haben in Mariens Myrthenkranz eine Blume eingeflochten, die ſie in meinen Augen doppelt ſchön macht. Verlaſſen Sie ſich auch darauf, daß ich in Zu⸗ kunft gegen Alm vorſichtig ſein werde. Ich habe ihn allerdings zur Hochzeit geladen, aber ſo ſchändlich er mich auch hintergangen hat, ſo mußte ich doch wohl mein Verſprechen halten, und ich hatte verſprochen, ihn einzuladen.
— Sie ſind ein ehrenwerther Mann, Forſter.
— Zu meinem Glück fehlt bloß, daß ich auch Sie,
r Forſter, jetzt ſchon


