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— Leſen Sie weiter; aber überſpringen Sie dieſes Blatt da... Sehen Sie hier, leſen Sie hier.
— Heute Abend um 7 Uhr— las Wiljams an
der bezeichneten Stelle— werde ich einen von dem Ad⸗ miral Hood geſchickten Offizier empfangen; der Name des Offiziers iſt Wiljams.
— Nun wohl, habe ich nicht Urſache, von Ihrem Ausbleiben Notiz zu nehmen? Eine Dame eine halbe Stunde, eine ganze halbe Stunde warten zu laſſen, mein Gott, das iſt ächt engliſch, Herr Lieutenant. Ich hoffe, daß die Natur von Neapel Sie ſehr und zwar zu Ihrem Vortheil verändern wird. Ich habe mehrere als ächte Eng⸗ länder hier ankommen, aber als ächte Neapolitaner von hier ſcheiden geſehen. Und das Prineip gilt beinahe noch mehr den Engländerinnen. Ein Portrait, das man von ihnen genommen ehe unſere Sonne ſie er⸗ wärmt hat, würde ihnen nachher nicht mehr gleichen. Neapel befeuert die Seele und das Herz, befeuert das Auge und die Wange... o, wir werden Wunder mit Ihnen verrichten, mein Herr.
Während ſie ſprach, betrachtete Wiljams ſie.
Ihr Geſicht war voll von Leben, aber arm an Aus⸗ druck; der Ausdruck gehörte mehr den Formen als der Seele an.
Ihre Geſtalt blühte nicht mehr, und doch war ſie noch etwas mehr als bloß Blume. Sie bezauberte wie eine reife, edle Frucht. Man glaubte eine Blume vor der glänzenden Schale der Frucht zu ſehen.
Sie war etwas beleibt, was bei der italieniſchen Frau
nichts Ungewöhnliches iſt. Die Verhältniſſe waren nichts deſtoweniger ſymmetriſch vollkommen. Je mehr Wiljams ſie beobachtete, um ſo mehr fand er auch, daß ſie wirk⸗ lich eine Schönheit erſten Ranges war. Ein Mann beurtheilt die Schönheit einer Frau nach der Fähigkeit, die ſie beſitzt, in ſein Herz einzudringen Wenn ſie es durchdrungen hat, dann, aber früher nicht, beugt das Herz ſein Knie vor ihrem Altar; dann, aber früher


