Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

über⸗ te er ngen

77

Ich glaubte, die engliſche Uniform ſei in Neapel geachtet.

3 dhee Nichts ſteht in höherer Achtung und doch... aber Sie kennen Neapel nicht.

Wird mein Aufenthalt hier lange währen?

Leſen Sie ſelbſt die Befehle Ihres Chefs.

Wiljams las ſie und fand, daß er gänzlich zu Ge⸗ neral Acton's Verfügung geſtellt war.

Haben Sie etwas gegen die Ordre zu bemerken 2

Weit entfernt, Ew. Excellenz. Ich bin nicht zovite gegen die Befehle meiner Chefs Bemerkungen zu machen. 3 38 Gut! Ich bedurfte hier eines zuverläſſigen Of⸗ ficiers, und nachdem mein alter Freund, Ihr Chef, Sie geſchickt hat, bin ich auch überzeugt, daß die Wahl gut iſt. Von dieſer Stunde an zähle ich Sie auch unter meine Freunde und werde volles Vertrauen in Ihren Charakter und Ihr Urtheil ſetzen. Ihr Dienſt dürfte ſehr verſchie⸗ den, mitunter möglicher Weiſe etwas mühſam ſein. Vor allen Dingen will ich, daß Sie die Uniform ablegen. Verſtehen Sie mich recht, Herr Lieutenant; dieſe ſtellt nicht Sie bloß, ſondern vielmehr mich. Jeden Morgen um neun Uhr will ich Sie hier ſehen. Apropos, Sie dürfen es nicht übel deuten, wenn ich in einem haupt⸗ ſächlichen Theil mein Commando über Sie einer andern Perſon übertrage. 3

Ein flüchtiges Mißvergnügen drückte ſich dabei in Wiljams Geſicht aus.

Sie ſollen keine Urſache haben, über den Wechſel des Commando's zu klagen. Ich werde dagelbe dem ſchönſten Befehlshaber uͤbertragen, den ſich ein junger Militär nur wünſchen kann.

General Acton's Art ſich auszudrücken war kurz und gut, ſein ganzes Weſen war ernſt, beinah proſaiſch. Ohne alle Phraſenmacherei hielt er ſich an ſeinen Ge⸗ genſtand.

Aber obſchon Wiljams in ſeiner Stellung zum Ge⸗