Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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Forſter bereute es, Alm verkannt zu haben. Die Worte ſeines Freundes trugen das Gepräge der größten Aufrichtigkeit, und Forſter begann ſeinen Argwohn als eine Dummheit zu betrachten. 3

Er beſchloß, das Geſpräch womöglich wieder in

Gang zu bringen, wußte aber noch nicht, wie er ſich dabei anſtellen ſollte. Du fragſt nach Marie, begann er; ich habe guch ein Geheimniß, das kannſt Du glauben. Du haſt ſie vielleicht nicht mehr geſehen, ſeit wir miteinander in Lilienholm waren?

Ich habe ſtatt deſſen um ſo öfter an ſie gedacht. Iſt ſie noch immer in Lilienholm?

Weit entfernt. Von Lilienholm kam ſie zu der Baronin Armfelt, und da blieb ſie ungefähr ein Jahr.

Und jetzt.. 2

Jetzt iſt ſie bei Fräulein Rudenſköld; aber ich könnte Dir noch mehr ſagen...

Du ſiehſt ein Bischen ſchalkhaft aus... was willſt Du ſagen.... 2

Du behaupteſt, daß ich Dich verkenne.

Ich glaube beinahe, daß ich dieſen Ausdruck gebraucht habe.

Willſt Du einen Beweis, daß ich es nicht thue? Das iſt kaum nöthig. Ich ſehe Dir an, daß ich Dich mehr verkannt habe, als Du mich.

Alm wünſchte ebenfalls das abgeſprochene Geſpräch wieder anzuknüpfen.

Aber um Dir einen Beweis von meinem Ver⸗ trauen zu geben, obſchon Du keines in mich ſetzeſt, will ich Dir erzählen, daß Marie jetzt meine Braut iſt.

Iſt's möglich? Jetzt begreife ich, warum Du Dein Glück nicht genug preiſen kannſt. Ich gratulire

ir, Forſter. Ein Glas auf Deine Braut, die ſchöne Marie!

Dieſe Nachricht war gleichſam eine neue brennende Wunde für Alm's neidiſches Herz. Im Vergleich mit