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Stande, dem Gang ſeiner Gefühle länger Einhalt zu thun.
Forſter ſchaute auf. Als er Alm erkannte, ſtreckte er freundlich ſeine Arme gegen ihn aus, ohne jedoch ein Wort zu ſagen. Er ſchien wachend und träumend zugleich: der Wein duftete um ihn her.
— Gratulire, gratulire, Du ſitzeſt da an einem zweiten Niagara, Du Goldjunge der Wohlhabenheit. Ei der tauſend, da lohnt es ſich ſchon der Mühe, ſich wegen ein paar Reichsthaler, die ich Dir ſchulde, Ge⸗ wiſſensbiſſe zu machen; ich komme eigentlich bloß, um Dir das Ding heimzugeben... Du erinnerſt Dich doch, als wir das letzte Mal uns miteinander ſatt aßen, da legteſt Du die Zeche für mich aus.
Ach ja, ich erinnere mich, es iſt ſchon lange her; Du meinſt doch, als wir in Lilienholm waren an dem Abend, wo Du das Glück recht eigentlich am Kragen zu packen glaubteſt. Wie ging es doch mit der Sache? Was mich betrifft, ſo ſiehſt Du, wie ich es hier habe.
Und Forſter ſpundete dabei ganz ruhig das Wein⸗ faß zu und füllte einen Becher mit dem ſchäumenden
Tranke.
— Darf ich auch auf Dein Glück trinken? nicht wahr, ich darf es? 5
Als Alm hörte, wie Forſter ſeine Lage pries, als er die Geſichtszüge und die ganze Figur ſeines Freundes betrachtete, die ſo lebhaft von Unabhängigkeit und Wohl⸗ befinden zeugten, da empfand er des Neides giftigen Stachel in ſeinem Herzen.
Es kam ihm vor, als hätte Forſter all' dieſes Glück ihm geſtohlen, und als beſäße er triftige Gründe zu Haß und Rache. Gleichwohl vertrug es ſich mit Alm's Natur jetzt weniger als je, daß er ſein Inneres vor Andern bloß legte, und er erwiederte daher Forſter's Toaſt mit möglichſt freundlicher Miene.
— Ein ſchöner Wein, das darf ich ſagen. Es iſt auch Frontignac, gepreßt aus den edelſten Muskateller⸗


