Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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Bei einer hellglänzenden Lampe ſaß Forſter vor ihm. Sein Geſicht war ſo wohlhäbig und freundlich, es drückte ſo viel Behagen, Ruhe und Zufriedenheit mit der Welt aus, als ob ihm von allen ihren Herrlichkeiten nichts zu wünſchen übrig bliebe. Es zeigte ſich ihm hier eines der Sonntagskinder der Natur, die auf eigenem ſoli⸗ den Grunde ruhen, und mit ihrer Wirkſamkeit und ihrem Looſe zufrieden ſind, und zwar zeigte es ſich nicht bloß beleuchtet von einem ſchönen Lampenſchein, ſondern ſo⸗ zu ſagen verklärt von einem noch höheren Schein, einem Schein, ſo ſtrahlend und wunderbar, daß Alm noch nie etwas Aehnliches geſehen zu haben meinte. Forſter hatte nämlich den Zapfen aus einem der zu oberſt liegenden Fäſſer herausgezogen, und der rubinrothe Weinſtrahl ſtürzte in ein unten ſtehendes Faß hinab. Beim Lam⸗ penſchein glänzte die Cascade, als wäre ſie von Feuer, aber von einem Feuer, das in 1000 klaren und funkeln⸗ den Farben wechſelte. Bald brach ſich darin ein Blitz von Gold, bald ſchimmerte ein Strahl vom reinſten Silber, bald ſpielte ein Regenbogen; zuweilen meinte man ſogar den Glanz eines beſchwingten Engels zu ſehen, der in die Tiefe hinabſtürzte, aus welcher ein kühlender Perlenſchaum ſich erhob. Forſter ſchien ſich an dem Anblick zu weiden, vielleicht aber noch mehr an dem blumigen, aromatiſchen Dufte. Alm athmete den Wohlgeruch eines ganzen Blumenreiches ein. Ohne daß ein einziger Tropfen ſeine Zunge berührte, wurde ſein Gemüth von einem holden Behagen berauſcht. Er genoß hier nicht Fleiſch und Blut, ſondern die Seele und den Athem der Weinranke; es war nicht der Rubin, der auf ſeinen Lippen zerſchmolz, es war ſein Glanz, der ſeine Sinne, man könnte faſt ſagen mit einer zauber⸗ haften Glorie umgab.

Du Günſtling des Glückes! rief Alm, außer