Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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Reicht vielleicht einer der Beutel, die dort auf dem Tiſch liegen, hin, um es zu decken?

Alm zuckte bei dieſer Frage zuſammen. Seine Au⸗ gen glänzten vor Begierde und ſeine Finger bewegten ſich gleicſam wie lange Würmer auf dem Frackſchooße.

Ich kann mich doch auf Dich verlaſſen? fügte Reuterholm hinzu und warf ihm einen Beutel hin.

Alm hatte nicht zu antworten gebraucht, um ver⸗ ſtanden zu werden.

Folge mir und Du ſollſt erfahren, was Du zu thun haſt. 1

Eine Stunde ſpäter es war am Abend deſſelben Tages, wo das im vorhergehenden Kapitel erzählte Er⸗ eigniß ſich im Schloſſe zutrug ſah man Alm aus der Ballhausgaſſe kommen und ſchief über die ſüdliche Schloß⸗ höhe in den großen Burghof hingehen, ſodann den Löwenhügel hinabſchreiten und die Nordbrücke paſſiren.

Er war zwar noch der magere, aber nicht mehr der abgezehrte Alm. Das Glück hatte ihm zwar die Pforte ſeines Tempels nicht geöffnet, aber es hatte ihm eine volle Börſe zugeworfen, und wenn er auch nicht ſeine Kniee vor Fortunas Altar beugen durfte, ſo glänzten nichtsdeſtoweniger ihre Augen in blanken Silberlingen ihm entgegen.

Als er an den Opernkeller kam, blieb er eine Weile ſtehen und ſchaute ſich um, gleich als wollte er die Vor⸗ übergehenden auffordern, wohl zu beobachten, daß er jetzt in den beſten Keller der Hauptſtadt zu gehen beabſichtige. * Mein Freund Forſter, murmelte er vor ſich hin, wird ſich nicht ſchlecht wundern, wenn er ſieht, daß ich ſeit mehr als dritthalb Jahren noch an das letzte An⸗ lehen denke, und vollends wenn ich es wirklich bezahle...

ich kann mir ſchon die großen Augen vorſtellen, die er machen wird.