Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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Aber auch in Fräulein Rudenſköld's Augen leuch⸗ tete ein ſchalkhaftes Lächeln.

Sie haben die flüſternde Stimme gehört? wieder⸗ holte Reuterholm.

Mein Gott, ja.

Erkannten Sie dieſelbe?

Ich kannte ſie und kannte ſie nicht.

Hoheit! ſagte Reuterholm. 8

Der Herzog erwachte bei dieſer Anrede wie aus einer traumartigen Betäubung.

Es iſt Guſtav's III Geſpenſt, das in dieſem Zimmer ſpricht, fuhr Reuterholm mit dumpfer, tiefer Stimme fort. Glauben Sie, daß er ſelig ſei, Hoheit?

Bei dieſer Frage ſenkte der Herzog ſein Haupt und ſeine Wange erblaßte.

Reuterholm blickte ſtolz um ſich und freute ſich der plötzlichen Veränderung, die er hervorgerufen hatte. Von der Bekanntmachung konnte jetzt nicht mehr die Rede ſein. Mit einem zermalmenden Blick wandte er ſich daher gegen Fräulein Rudenſköld, aber ſie zeigte ſich ganz und gar nicht vernichtet, er glaubte vielmehr einen ſchalkhaften Zug in ihrer Miene zu entdecken; wie ſollte er ſich dieſen erklären?

Der Herzog wandte ſich, während ein Seufzer ſeine Bruſt hob, von Beiden abz er ſchien allein ſein zu wollen.

Die Geſchichte hat den Vorhang von mehreren Verhältniſſen, die dem Gerüchte zu Folge zwiſchen Gu⸗ ſtav IIl und Herzog Karl ſtattfanden, noch nicht auf⸗ gerollt. Die Umſtände, die namentlich während Gu⸗ ſtav's Krieg mit Rußland vorwalteten, klagen allerdings den Herzog mehrerer revolutionärer Pläne gegen ſeinen

ruder an, und Viele haben ihn ſogar einer gewiſſen, näheren oder entfernteren Kenntniß von dem Anker⸗ ſtröm ſchen Mordplan beſchuldigt. Sichere Beweiſe da⸗ für ſind indeſſen nicht vorhanden. In ſeinem Charakter findet ſich eigentlich Nichts vor, worauf letztere Beſchul⸗