ren müſſen ſich deßhalb vor dem heimlichen Bunde des Unglaubens und Aberglaubens verbergen. Sie werden aber einmal wieder geoffenbart werden.
— Wunderbar!
Reuterholm beobachtete die Gemüthsbewegungen des Herzogs und Fräulein Rudenſköld's auf's Genaueſte. Die ganz unverkennbare Aufregung der Letzteren er⸗ freute ihn beinahe mehr als die des Herzogs.
— Die ganze Welt iſt das Reſultat eines großen Prognoſtikers, die Frucht einer göttlichen Vorausſagung, die Folge einer ewigen Prophezeiung. Sie hörten ja eine Stimme?...
— Ich hörte ſie. Still... ſie flüſtert noch in mein Ohr.
Sie wollte ſeine Schwärmerei ſteigern.
— Ich erinnere mich der Prophezeiung des Profeſ⸗ ſors Andreas Spole, die er in den Almanach für das Jahr 1661 einrücken ließ, daß im Monat Januar ein vor⸗ nehmer Herr auf unglückliche Weiſe umkommen würde. Auch wurde in demſelben Monat der Sohn des Reichs⸗ droſtes Grafen Magnus Gabriel de la Gardie in Up⸗ ſala von einem Pferde erſchlagen..
— Wunderbar!
— Ein Voigts prophezeite ſeinem Sohn, daß er Mörder werden würde. 1672 ermordete der Sohn wirk⸗ lich in Stockholm einen jungen Krabbenhöfva; aber was iſt Alles das gegen Noſtradamus prophetiſche Offen⸗ barung?
— Das Wunderbare kommt wie die Fluth in der Tiefe mit ſeiner eigenen Woge heran. An Karl's XII Seite ſtand Wadenborg, aber nicht bloß er allein. Wer erklärt die wunderbare Prophezeiung bei ſeiner Thron⸗ beſteigung? Gott iſt in dem Schwachen mächtig. Der Herzog hatte hierüber ſowohl Fräulein Ruden⸗ ſköld als die fragliche Bekanntmachung vergeſſen. Reuter⸗ holm vermochte ſeine Zufriedenheit kaum zu verbergen.
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