Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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20 den Wunſch des Fraͤuleins, mit ihm zu ſprechen, mit⸗ getheilt hatte, ſtellte er ſich auch ſogleich ein.

Sie haben mit mir zu ſprechen gewünſcht, ſagte er zu Fräulein Rudenſköld.

Ew. Hoheit, ich bitte um Gnade wegen dieſer Dreiſtigkeit.

Sprechen Sie nicht ſo, mein Fräulein, Sie gi⸗ bieten über mich, Sie wiſſen es.

Um Gotteswillen, ſchauen Sie ſich um, man könnte uns hören.

Ahl Reuterholm iſt hier.

Ehrenſtröm war, da er der Abſicht Fräulein Ruden⸗ ſköld's nicht ganz traute, in einiger Entfernung ſtehen geblieben. Von den Aerzten in Anſpruch genommen, bemerkte Reuterholm nicht, daß der Herzog hereingekom⸗ men war, aber ſobald er ihn bemerkte, näherte er ſie ihm, um das Geſpräch mit Fräulein Rudenſköld abzu⸗ wenden; denn ſie war die einzige Perſon, deren Feind⸗ ſchaft er jetzt noch für gefährlich anſah.

Reuterholm kommt hieher; was wollen Sie mir ſagen, mein Fräulein? Ich bitte, beeilen Sie ſich.

Fräulein Rudenſköld hatte nichts dagegen, daß Reu⸗ terholm kam; es war ſogar ihr Wunſch, obſchon ſie das Gegentheil zu verſtehen gab.

Der Plan, den ſie entworfen hatte, um das ge⸗ fürchtete ärztliche Zeugniß zu nichte zu machen, grün⸗ dete ſich auf ihre genaue Kenntniß des Charakters der

Hauptperſonen und der gegenſeitigen Verhältniſſe, die

unter ihnen ſtattfanden. Beeilen Sie ſich, bat der Herzog von Neuem. Des Herzogs Furcht vor Reuterhoim, die ſich in

dieſen Worten ausdrückte und auch ſonſt in ſeinem gan⸗

zen Ausſehen kundgab, entging ihr nicht. 4

Ew. Hoheit erinnern ſich, ſagte ſie jetzt, des un⸗ wahrſcheinlichen Gerüchtes über einen bevorſtehenden Krieg, das ſeit einiger Zeit ausgeſprengt wurde und das Volk beunruhigte.