Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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4RNeuterholm's Einfluß wird verſchwinden und Arm⸗ felt's Siuflu wieder an ſeine Stelle treten. h..

Der junge König wird Ihnen ſeine Krone zu verdanken haben.

Mein Gott!

Beſinnen Sie ſich nicht, mein Fräulein, ſon⸗ dern entſchließen Sie ſich. In dieſem Augenblick liegt das Schickſal des Vaterlandes einzig und allein in Ihrer Hand.

Fräulein Rudenſköld war im Zimmer auf⸗ und abgegangen. Entſchloſſen blieb ſie endlich vor Ehren⸗ ſtroͤm ſtehen.

Nun wohl! Ich habe mich bedacht und ent⸗ ſchloſſen, ſagte ſie. Hören Sie mich nur einen Augen⸗ blick an. Sie geben zu, daß alle Verbrechen und Feh⸗ ler im Allgemeinen als beiden Geſchlechtern gemein⸗ ſchaftlich betrachtet werden können; aber geben Sie auch zu, mein Herr, daß es gleichwohl ein einziges Verbre⸗ chen gibt, das kein Weib ſich zu Schulden kommen laſſen darf.

Laſſen Sie mich es hören.

Ein einziges Verbrechen, das vom Mann be⸗ gangen, ſeine Natur nicht verändert, aber vom Weib begangen, ihre ganze Moralität, ihren weiblichen Werth, ihre göttliche Müſſton vernichtet.

Ich verſtehe nicht.

Ein einziges Verbrechen, das ihr auf einmal den Weg zum Himmel und zur Gnade Gottes ver⸗ 6 ſchließt. 3

Sie ſind dunkel.

Ein einziges Verbrechen, das, einmal begangen, ihr ganzes Leben zu einer fortgeſetzten Kette von Ver⸗ brechen macht.

Erklären Sie ſich.

Ein einziges Verbrechen, das beim Weib alle