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ſo hat unſer ganzer Einfluß aufgehört. Franc, Taube, Nordia, Wallaviſt, Schröderheim, Lagerbring, Toll, Cronſtedt, Hakanſſon, mit einem Wort, all' unſere Freunde ſind von ihren Aemtern entfernt. Ein Schlag nach dem andern hat uns vernichtet, und ſo wird es bleiben, bis Sie... 2
— Sprechen Sie nicht davon, mein Herr. Sie wiſſen nicht, was die Liebe eines Weibes iſt. Sie glau⸗ ben, dieſelbe ſei nur wie bei Ihnen ſelbſt eine flüchtige Frühlingsbegattung der Vögel, ein Triller in der Luft. O nein. Die Liebe iſt für das Weib die Jugendguelle in unſerm Herzen, auf welche Gott ſein ewiges Siegel gedrückt hat. Nur der Tod kann daſſelbe erbrechen. Seit Armfelt abgereist iſt, bin ich unaufhörlich geſtor⸗ ben, und es bleibt mir nichts mehr übrig, als mich be⸗ graben zu laſſen. Mein Herr, laſſen Sie mich in Frie⸗ den ſterben.
— Und denjenigen ſtürzen, den Sie lieben...
— Nein, nein, ſein Genie wird uns Alle retten. Wir müſſen auf ihn und auf die Zukunft hoffen.
— Sie vergeſſen, welche Abſichten Reuterholm ſchon in dieſem Augenblick hegt. Bekommt er nur vom Me⸗ dizinalcollegium die Erklärung, daß der junge König allerlei verrückte Ideen im Kopfe habe, daß er wahn⸗ ſinnig, kurz und gut regierungsunfähig ſei, ſo werden die Stände ſeine Minderjährigkeit verlängern, ja viel⸗ leicht bis auf ſein ganzes Leben ausdehnen. Welche Zukunft beſitzen wir dann?
— Fräulein Rudenſköld war tief erſchüttert.
— Und Sie behaupten, daß ich die Macht habe, alle dieſe ſo mörderiſchen Streiche, die gegen den König und uns gerichtet ſind, abzuwehren?
— Beim Himmel, nur ein einziges Wort aus Ihrem Mund, und Sie können den Herzog um Ihren Finger wickeln.
— Sie glauben das?


