Teil eines Werkes 
11. bis 15. Bändchen (1852)
Entstehung
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anders geworden, ſo täuſcht ſie ſich in ihrer Bedeutung. In dem Augenblick, wo die Autoren Schauſpieler wur⸗ den und die Kunſt wieder wie in den urälteſten Zeiten das eigene Leben ihrer Generation zu leben aufing, wurde auch das Publikum Kritiker. Die Kunſt iſt der Schönheitsſinn der Generation, iſt die Poeſie ihrer Na⸗ tur, ihrer Sitten und ihres häuslichen Lebens; die Kritik dagegen iſt die Sympathie oder Antipathie jedes einzelnen, deſſen Inſtinkt über das Rechte, gereift zu einem verſtändigen Schluß in dem allgemeinen Urtheil.

Aber die Kunſt, welche direkt auf das Volk wirkt, wirkt natürlich augenblicklich, und das Volk, das den Werth der Kunſtprodukte ſelbſt beurtheilt, urtheilt auch augenblicklich. Die Kunſt und die Kritik werden dadurch bloß Augenblicke in der Entwickelungsgeſchichte des menſch⸗ lichen Lebens, obſchon ſie ſich unaufhörlich mit einan⸗ der verketten.

Jeder Schriftſteller hat auch immer große Urſache dankbar zu ſein für den Augenblick des Beifalls, der ſeiner Arbeit geſchenkt wird.

In Folge der Aeußerung eines Journals, das die Vermuthung aufſtellt, daß Ek von Ringſtaholm, der in den erſten Kapiteln des Trabanten vorkommt, derſelbe Ek ſein könnte, der nach der Auflöſung der finniſchen Armee zum Chef des Jemtländiſchen Regiments ernannt und mit dem großen Kreuz des Schwertordens zweiter Klaſſe decorirt wurde, glaubt der Verfaſſer erklären zu müſſen, daß es ſich nicht ſo verhält.

Ein naher Verwandter des Barons G. M. Arm⸗ felt hat dem Verfaſſer in einem Privatſchreiben folgende Angaben mitgetheilt.

Mit 21 Jahren machte Armfelt unter der Aufſicht des ſpäter zu einer ſo unglücklichen Berühmtheit gelang⸗ ten Sprengtporten eine Reiſe in's Ausland. Eines Tags beſuchte er eine katholiſche Kirche, und bald ent⸗