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bleiches, von Entſetzen entſtelltes Geſicht und ſeinen unſichern Gang. Als er auf der Straße war, ſprang er in einen Wagen und befahl dem Kutſcher, ihn in größſter Eile nach Hauſe zu fahren.
4.
Herbert ſtieg unter dem Portone oder Thorweg aus und eilte die Treppe hinauf, ohne auch nur eine Sekunde lang ſeine Eile zu mäßigen, bis er den Treppenabſatz vor der Thüre ſeiner Wohnung erreichte. Behutſam ſteckte er den Schlüſſel in's Schloß, leiſe öffnete er die Vorthüre und trat im Flur leicht auf, um Roſa nicht zu erſchrecken, um nicht allzu plötz⸗ lich zu ihr einzutreten.
Er wollte ſeine Frau nicht erſchrecken! Was für eine Veränderung war binnen einer kurzen Viertelſtunde mit ihm vorgegangen! Er fürchtete ſich beinahe, ihr unter die Augen zu treten;— kalter Schweiß ſtand ihm auf der Stirne, und ſeine Hände zuckten convulſiviſch. Grabesſtille herrſchte im ganzen Hauſe und contraſtirte um ſo auffallender mit der Scene, welche er ſo eben erſt verlaſſen hatte,— um ſo tiefer aber wirkte ſie nun auf ſein erſchüttertes Gemüth.
Ein Licht brannte in dem Zimmer, woran das Schlaf⸗ zimmer Roſa's ſtieß, und worin ſie ihn gewöhnlich noch er⸗ wartete; er hatte jedoch kaum den Muth, es zu betreten. End⸗ lich näherte er ſich geräuſchlos, blieb in einiger Entfernung ſtehen und betrachtete ſie unbemerkt. Roſa beugte ſich über einen Tiſch, den ſie ſich zum Sopha gerückt hatte; ein kleines Reiſeſchreibpult und einige Papiere waren offen ausgebreitet, und ſie ſchien geſchrieben zu haben, denn eine mit Tinte be⸗ netzte Feder lag noch vor ihr. Allein dieſes Geſchäft hatte ſie in dieſem Augenblick aufgegeben und ſie drückte die Hand in


