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von Ihnen leicht den Huſten erben, während ich gerade damit beſchäftigt bin, Sie von dem Ihrigen zu befreien, und dieß wäre ſehr unangenehm und gefährlich für den Kleinen. Das iſt aber auch Alles, was ich fürchte!“
Hierauf bot er ihr gute Nacht und verabſchiedete ſich raſch. Allein ſo ruhig auch ſein Benehmen in ihrer Gegenwart geweſen war, ſo hatte er kaum die Hausthüre hinter ſich, als er die Hände rang und im Tone der tiefſten Betrübniß aus⸗ rief:„Sie iſt verloren, rettungslos verloren! Arme, arme Roſa!“
Der Zufall wollte, daß er eine Empfehlung an jene Fa⸗ milie hatte, welche an dieſem Abend den Ball gab, und im Vertrauen hierauf beſchloß er, ſich ſogleich anzukleiden, dort⸗ hin zu gehen und Herbert aufzuſuchen. Er hatte Roſa ſeinen
Plan nicht mitgetheilt, um ſie nicht zu erſchrecken; allein er.
machte ſich unverweilt an die Ausführung deſſelben und ſchon nach einer halben Stunde ſtellte er ſich in jenem Hauſe ein. Hier traf er mehrere Bekannte, die er früher als Arzt berathen und behandelt hatte, und jeder, der ihn kannte, war hoch er⸗ freut, ihn wieder zu ſehen, und ſo fand er denn auch die ver⸗ bindlichſte Aufnahme bei der Dame des Hauſes, welche ihn einige Zeit durch ihre Unterhaltung an ihre Seite feſeelte. Sobald er aber mit Anſtand ſich von ihr loszumachen ver⸗ mochte, begann er ſich begierig umzuſchauen, ob er Herbert nicht ausfindig machen könne, und es währte nicht lange, ſo ſah er ihn über den Stuhl einer faſhionablen Dame herabge⸗ beugt, welcher er die auffallendſte Aufmerkſamkeit widmete.
Kurz darauf ſah er ihn in den wildeſten Tanz ſich ſtürzen, und verfolgte ihn mit den Blicken, als Herbert mit ſeiner Tänzerin durch die Säle promenirte. Während er ihn ſo von


