Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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wendig, ſeinen geſelligen Vergnügungen nachzugehen, und es währte nicht lange, ſo ſpielte er noch mehr als früher eine hervorragende Rolle in all' den Coterieen, welche der heran⸗ nahende Winter in Florenz vereinigt hatte.

Herbert pflegte jetzt jeden Tag ſpazieren zu reiten; es be⸗ durfte keiner Bitte von Roſa mehr, um ihn dazu zu bewegen, denn er hielt es, nach mehrſtündiger Arbeit in ſeinem Atelier, für eine nothwendige Erholung. Man ſah ihn dann nament⸗ lich im Park le Cascine, als eine allgemein bemerkte und ge⸗ feierte Perſönlichkeit unter der Menge von jungen Männern, welche die in dem großen Viereck aufgefahrenen Equipagen umgab.

Nein, Herr Gramberg, Sie dürfen es mir nicht ab⸗ ſchlagen! Sie müſſen die Rolle des Falkland' übernehmen, wenn ich die der Julia ſpielen ſoll! Beſuchen Sie mich mor⸗ gen, damit wir alle nöthigen Verabredungen treffen! ſagte eines Tages eine frivole Schönheit zu ihm, welche ihn zu ihrem Wagen herangerufen hatte.

Herbert war namentlich ein leidenſchaftlicher Verehrer der dramatiſchen Kunſt und einer der beſten Schauſpieler für Lieb⸗ haber⸗Theater, weßhalb man ſich zu ſolchen Aufführungen ordentlich um ihn riß. Er hatte daher kaum Zeit, ſich zu ver⸗ beugen und lächelnd zuzuſtimmen, als er ſchon wieder nach einer andern Seite hin abgerufen wurde.

Gräfin Zoni hat mich nach Ihnen geſchickt, Gramberg, redete ihn ein junger Adcliger aus Florenz mit wallendem, ſchwarzem Lockenhaar und einem keimenden Schnurrbärtchen an.Sie hat mir gedroht, ich dürfe ihr nicht wieder unter die Augen treten ohne Sie; daher kommen Sie!

Ah, kann man Sie endlich auftreiben, Sie Böſewicht?