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reizt, wurde daher peremtoriſcher und beharrte darauf, ſein Vorhaben durchzuführen.
Der Hausſchlüſſel ward anfertigt und Roſa erhielt das gemeſſenſte Verbot, nicht mehr aufzubleiben. Herbert wähnte, er könne jetzt in ſeinem Siege großmüthig ſein; er küßte alſo am nächſten Abend, bevor er wegging, ſeine Frau, ſagte, es ſolle Alles vergeben und vergeſſen ſein, und bat ſie, ſich doch zeitig zu Bette zu legen, damit er beim Zuhauſekommen, falls er je bis nach Mitternacht aufgehalten werden würde, ſie noch ſchlafend finde.
Roſa blickte zu ihm auf, um ſeinem Kuß zu begegnen, und verſuchte zu lächeln; allein um ihr Herz lag es wie eine Eis⸗ kruſte, und die Liebesworte, welche ehedem unaufgefordert ihr auf die Zunge zu treten pflegten, waren nun erzwungen und nur zum mindeſten Theil wahrhaft gemeint.
Herbert fühlte dieſe Veränderung, welche mit ihr vor ſich gegangen war, allein er war zu ſtolz, um ſich das Anſehen zu geben, als bemerke er es. Indeſſen verweilte er doch noch einige Minuten, und Roſa brachte ihm nach gewohnter Weiſe Hut und Handſchuhe herbei; aber er vermißte ihre ſonſtige Munter⸗ keit und Zärtlichkeit. Es war nur die geduldige Unterwürfig⸗ keit einer Sklavin— nichts weiter.
Er brauchte an dieſem Abend lange Zeit, bis er ſeine Handſchuhe angezogen hatte, und Roſa's Finger zitterten, als ſie ſie ihm zuzuknüpfen verſuchte. Hätte er ſie in dieſem Augen⸗ blick an ſein Herz gedrückt und nur die beiden Wörtchen:„Ver⸗ gib mir!“ ihr in's Ohr geflüſtert, ſo würde die Erinnerung an alle Unbill, die ſie erlitten, verwiſcht worden ſein; allein falſcher Stolz hinderte ihn daran und band ihm die Zunge.
Bis zur letzten Sekunde ſeines Bleibens hoffte Roſa noch,


