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fragen, der früher immer mit Torf den Strom herunterge⸗ kommen, nun aber ſchon ſeit Jahren verſchwunden ſei.
So waren fünf Jahre vergangen, da ſtieg eines Abends ſpäte eine hochgewachſene Frau aus dem Marktſchiff, welches unter dem Damm an Dolff's Schenke anlegte und trat auf den Platz unter den Holzſäößen. Ihr Auge ſuchte die Krone des Damms und die Stelle, wo das Pförtchen in den Garten der Schenke und zu dieſer ſelbſt führte; und das Pförtchen war kenntlich genug, denn über demſelben ſchwankte am eiſer⸗ nen Bogen eine große Schiffslaterne und warf ihren Schein durch den leichten Dunſt, welcher über dem Strome lag, bis zur Anlände herunter.
„Mein Haus,— unſer Häuschen!“ flüſterte die Fremde und rang die Hände, wie von peinlichen Erinnerungen erfaßt; —„und ſo, ſo muß ich es wieder ſehen?“ Sie ſchwankte eine Weile, ob ſie hinaufgehen oder den anderen Leuten des Marktſchiffes folgen ſollte, die auf einem andern Pfade über den Damm nach der Stadt gingen. Endlich aber entſchloß ſie ſich doch zum Erſten, wankte die Steinſtufen an der Böſchung hinauf, welche zum Gartenpförtchen führten, und trat langſam und zögernd in die Schenke.
Dolffs ſaß mit drei rohen Burſchen am Tiſch und ſpielte Karten. Die Männer waren ſo in ihr Spiel vertieft, daß ſie das Eintreten der Fremden wohl nicht bemerkt hätten, würde nicht die durch die offen gebliebene Thüre eindringende Zugluft ihre Kerze flackern gemacht haben. So aber blickten ſie auf und ſahen das fremde, große, blaſſe Weib mitten in der Stube ſtehen und ſich feuchten Auges die Wände betrachten.
„Heda, Weib! was wollt Ihr?“ rief Dolffs;„wie er⸗ dreiſtet Ihr Euch, ohne ein Gottwillkomm in die Stube zu


