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„Kommt gelegentlich'mal bei mir vor, Dolffs, damit Ihr mehr von der Sache erzählt, denn ich will nicht auf den erſten Groll hören, den ich von hier mitnehme!“—
Dolffs verſprach's und kroch davon.„Das Häuschen muß mein werden!“ murmelte er vor ſich hin;„es ruht'ne Schankgerechtigkeit auf dem Hauſe, und die ſoll mir ein gutes Auskommen ſichern, und den ſtolzen Herrn da will ich ſchon auf meine Leimruthe locken, daß er mir die harten Thaler vor⸗ ſpannt, die ich zur Einrichtung eines Kruges bedarf!“—
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Die Nachbarn und ihre Weiber und die Leute aus den unteren Ständen, welche dieſen Auftritt mit angehört oder aus Anderer Munde erfahren hatten, billigten und bewunderten die Handlungsweiſe der armen Frau.„Die Charlotte iſt doch ein Kapitalweib!“ ſagten ſie;„wie Die's dem Senator deutſch unter die Naſe geſagt hat! Er ging davon wie ein begoſſener Pudel! Ja, ſie hatte Recht: lieber betteln, als von dem hoch⸗ fahrenden reichen Mann ſo ein Schmerzengeld annehmen! Wenn ſie nur ihr Kind wieder hätte,— den Mann könnte ſie wohl miſſen!“
Aber Charlotte erprobte bald, was es heiße, mächtige Feinde haben. Faſt überall, wo ſie bisher Mitgefühl und guten Rath oder Unterſtützung gefunden, begegnete ſie merk⸗ licher Kälte oder Anfeindung. Die Behörden legten keinen Eifer mehr an den Tag, die Spur ihres Mannes und Kindes ausfindig zu machen, und die Gläubiger Wilibald's wurden ungeſtüm in ihren Mahnungen. Als der Winter noch nicht völlig um war, merkte ſie, daß ihres Bleibens nicht länger hier ſei, weil ſie ſogar den guten Ruf, ihr einziges Beſitzthum, eingebüßt. Zudem war von ihrem Gatten auch nicht das


