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Dammes hinan ſteigen und in das Gärtnerhäuschen treten ſahen.„Gebt Acht,“ hieß es,„da kommt eine Kunde von Wi⸗ libald!“ Dem war aber nicht ſo, obwohl die Schuld daran nicht an dem Kaufherrn lag, denn er hatte ſich wirklich große Mühe gegeben, etwas über Wilibald in Erfahrung zu bringen, und auch bei den Behörden all ſeinen Einfluß aufgeboten. Nein, dießmal kam der Kaufherr in anderer Abſicht: am Vor⸗ abende dieſes Tags hatte ſeine älteſte Tochter ſich mit dem Sohne eines ſehr reichen Geſchäftsfreundes in Hamburg ver⸗ lobt, und zum Gedächtniß dieſes frohen Ereigniſſes nun wollte Herr Mühlbach eine ſchöne, großmüthige Handlung begehen; er hatte die Schulden, die auf Wilibald Franzen's Anweſen laſteten, bezahlt und wollte den befreiten Schuldbrief jetzt der gebeugten und verlaſſenen Frau Franzen ſelber behändigen, und ſeine Gattin, all ſeine Kinder und insbeſondere der junge Stüve, ſein künftiger Eidam, ſollten Zeugen dieſes Schauſpiels ſein, zu welchem der Kaufherr in ſeiner Selbſtbefriedigung und Eigenliebe mit ungeheuren Erwartungen herangekommen war. Sonderbares Menſchenherz! wie oft müſſen nicht edlere Triebe der geheimen Selbſtſucht und Eitelkeit ihre beſchönigende Maske leihen, und wie oft würde nähere Erforſchung der Beweg⸗ gründe einer guten Handlung gar ſehr den verſchönernden Schleier abziehen! Genug, der Kaufherr kam mit ungemeinen Erwartungen von dem Erfolg der Schenkung, die er beab⸗ ſichtigte. Es lag etwas wie Spannung, Ungeduld, Triumph in ſeinen Augen, in ſeinem ganzen Weſen, als er in die kleine Stube trat, wo Charlotte Franzen ſaß. Wohlgefällig bemerkte er, daß müßige Weiber und männliche Gaffer ihm und den Seinigen folgten— es war ihm niemals unlieb, wenn man um den Gebrauch wußte, den er von ſeinem Reichthum machte.


