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Frau. Euer lüderlicher Gatte liegt betrunken zu Ried drüben in der Schenke, wo ſie ihn tüchtig zerſchlagen haben!“
„Seid Ihr es, Meiſter Dolffs?“ rief die Frau;„iſt's wirklich wahr, was Ihr ſagt? iſt mein Wilibald noch da?“
„Ei, der entläuft Euch nicht, Weib!“ lachte Dolffs.„s wäre Euer Glück, wenn er es thäte, aber er thut Euch den Ge⸗ fallen nicht. Er hat im Spiel betrogen, und da haben ſie ihm den Rücken tüchtig zerbläut. Legt Euch ſchlafen, Frauchen, wenn der Burſche ſeinen Rauſch ausgeſchlafen, wird er ſchon wieder heimkommen, daß Ihr ihm die Löcher im Schädel ver⸗ bindet. Gute Nacht!“
Damit zog er den Schiffsmann weiter, und beide waren bald wieder im Nebel verſchwunden. Hinter einem hohen Stoß Bauholz hielten ſie ſtille.
„Der Henker hole Euch, Dolffs! was brauchtet Ihr dem Weibe wieder zu plappern, wo der Kerl iſt?“ brummte der Schiffsmann.
„Ihr ſchwatzt wie Ihr's verſteht, Joſt,“ gab Jener zur Antwort.„Es galt, das Weib in's Bett zu ſchicken, damit wir keinen Zeugen zu Dem haben, was wir beginnen wollen. Und wenn wir den Gärtner nun recht tüchtig abgebläut hier vor ſeiner Thüre liegen laſſen, wird ſie ihm morgen früh nicht glauben, daß wir ihn durchgeprügelt haben, ſondern wähnen, er habe ſeine Löcher im Kopfe mitgebracht. Seht, ſein Weib iſt ſchon nicht mehr unter'm Fenſter; mein Geſchichtchen hat Glauben gefunden!“ Sie ſtreckten ſich auf einige Planken nieder und horchten. Joſt, der Schiffer, war betrunken, Dolffs nicht mehr nüchtern.„Meine ganze Ladung Torf an den Kerl verſpielt— ſechszig blanke Thaler!“ ſprach der Schiffsmann vor ſich hin und betheuerte es mit einer gräßlichen Verwün⸗
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