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wurden die Urſache namenloſer Prüfungen, welche über die drei Glieder derſelben ergingen. Am Abend jenes Sonnabends, wo die geſchilderte Scene auf der Zahlſtube des Kaufherrn ſtattgehabt, war Wilibald ſtark angetrunken nach Hauſe gekommen, hatte ſich ſtumm in ſeine Sonntagskleider geworfen, ein kleines Säckchen mit Wäſche gefüllt, und war dann vor ſeine betroffen und wortlos überraſchte Frau, die ihm mit Herzpochen zugeſehen hatte, hin⸗ getreten mit den Worten:„Gott befohlen, Lotte! das Geld liegt noch bei Hrn. Mühlbach; haſt Du mir einen Kurator ge⸗ ſetzt, ſo brauchſt Du mich auch nicht mehr; haſt meinen guten Namen an den Pranger geſchlagen; nun ſieh' zu, wie Du aus⸗ kommſt. Adieu!“ Damit war er fort, ohne Händedruck, ohne einen Blick auf den kleinen Knaben, der am Tiſche über ſeiner Abendſuppe. eingeſchlafen war. Seit jener Stunde, eine volle Woche lang, hatte Charlotte ihren Mann nicht mehr geſehen. Eine Unter⸗ redung mit dem Kaufherrn am andern Morgen hatte ihr das Räthſel gelöst; ſie hatte, den Knaben an der Hand oder auf dem Arm, ihren Gatten in allen Schenken aufgeſucht und nie⸗ mals getroffen, obwohl ſie überall Spuren und Beweiſe fand, daß er die Drohung des Davonlaufens nicht vollzogen hatte. Auch die Polizei, welche ſie endlich, wiewohl mit Widerſtreben, aufgeboten, um des pflichtvergeſſenen Mannes habhaft zu wer⸗ 4 den und das Mißverſtändniß aufzuklären, hatte ihn nicht aus⸗ findig machen können. Er blieb aus, und jede Nacht wachte 4 die arme Frau unter dem Fenſter, in der Hoffnung, er werde noch einmal zurückkehren, herangelockt von der Liebe zu ſeinem Knaben, an welchem er ſo ſehr hing, und von dem beſſern Prinzip in ihm, das doch wohl einmal obſiegen werde, wenn
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