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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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4 Jahreszeiten. Wenn die Sonne gerade uͤber dem Aequator ſteht, ſo haben wir Fruͤhling, und Tag und Nacht gleich, die aber auf der entgegen⸗ geſetzten Halbkugel haben Herbſt. Hat ſie den Wen⸗ dekreis des Krebſes erreicht, ſo haben wir Sommer und den laͤngſten, die aber auf der andern Seite, Winter und den kuͤrzeſten Tag. Wendet ſie ſich wies der zum Aequator; ſo iſt es bey uns Herbſt, auf der entgegengeſetzten Seite aber Fruͤhling, und wie⸗ derum Tag und Nacht gleich. Befindet ſie ſich ende lich am Wendekreis des Steinbocks; ſo haben wir Winter und den kuͤrzeſten, die auf der andern Seite Sommer und den laͤngſten Tag.

25) Zwiſchen den Wendecirkeln und den Polen liegen die Polarcirkel; ihrer ſind ebenfalls zweye, nemlich der noͤrdliche zwiſchen dem Nordpol und dem Wendecirkel des Krebſes, und der ſuͤdliche zwiſchen dem Suͤdpol und dem Wendecirkel des Steinbocks...

26) Durch die Parallelkreiſe des Aequators wird die Erde in verſchiedene Zonen oder Erdguͤrtel eingetheilt. Der Theil mitten uͤber der Erde, zwiſchen den beiden Wendecirkeln, durch welchen der Aequator laͤuft, heißt die heiße zone. Auf beiden Seiten derſelben liegen die gemaͤßigten Erdſtriche, nemlich der noͤrdliche gemaͤßigte zwis ſchen dem Wendecirkel des Krebſes und dem noͤrd⸗ lichen Polarcirkel, und der ſuͤdliche gemaͤßigte zwi⸗