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Abriß der Länder- und Staatenkunde, besonders von Deutschland : mit beständiger Hinsicht auf die neuesten Veränderungen und kurzen historischen Notizen / bearbeitet von Johann Heinrich Müller, Lehrer an der Realschule zu Hattinger, in der Grafschaft Mark
Entstehung
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ſchen dem Wendecirkel des Steinbocks und dem

ſuͤdlichen Polarcirkel. Zwiſchen den beiden Polar⸗

eirkeln und den Polen liegen die beiden kalten

Erdſtriche, der noͤrdliche und der ſuͤdliche.

27) Der Kreis, den wir im Freyen auf einer Anhöhe uͤberſehen koͤnnen, und wo der Himmel

die Erde zu begraͤnzen ſcheint, heißt der ſchein⸗

bare Horizont, oder der Geſichtskreis. Die Kreis⸗ linie aber, die man ſich von dem Punkte, wo man auf der Erde ſteht uͤberall herum 90 Grade entfernt denkt, iſt der wahre Horizont.

28) Derjenige Punkt am Himmel, der in gerader Linie uͤber unſerm Haupte e ſteht, heißt das

Fenith oder der Scheitelpunkt, und den entgegen⸗

geſetzten nennt man das Nadir oder den Fuß⸗ punkt.

29) Die 4 Hauptgegenden der Prde ſind: Morgen oder Oſt, Abend oder Weſt, Mittag oder Suͤd, und Mitternacht oder Norden. Außer die⸗ ſen giebt es noch mehrere Weltgegenden(einige

zaͤhlen 32, andere 64) worunter Nordoſt, Nord⸗

weſt, Suͤdoſt und Suͤdweſt erzähli zu merken ſind.

3⁰) Man kann die Hauptgegenden der Erde ohngefaͤhr folgendergeſtalt im Freyen leicht finden: wenn man ſich am Mittage mit dem Geſicht gegen die Sonne wendet; ſo hat man zur Linken Morgen,