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— CEntſetzlich! Alles, was wir gethan, gedacht, be⸗ rechnet und gehofft haben...
— Wird von Katharina's letztem Athemzug wie ein Nebelbild weggeblaſen.
— Weh' mir!
Sobald der Großfürſt Alexander den ſchrecklichen Eindruck ſah, den ſeine Mittheilung hervorgerufen hatte, eilte er auf die Kaiſerin zu. Er bog ſein Knie vor ihr, er ergriff ihre Hand, er fühlte ihr den Puls, er ſchaute ihr in's Geſicht. Mit verzweiflungsvoller Angſt, gleich als hätte er ein Verbrechen begangen, lag er da und machte ſich ſelbſt Vorwürfe. 3
Menzikow, Branitzka und Protaſow umſtanden die Gruppe.
Branitzka's dunkle Augen befeuerten ſich auf einmal⸗
Sie eilte hinaus.
Als ſie zurüͤckkam, führte ſie Tarrakanow bei der Hand.—
— Sie ſind erfahren und weiſe, ſagte ſie zu ihr. Können Sie der Kaiſerin helfen 2
Tarrakanow betrachtete ſie.
— Die Kaiſerin wird bald wieder zu ſich kommen, ſagte ſie. Beruhigen Sie ſich..
Hierauf zog ſie ein Fläſchchen hervor und hielt es der Kaiſerin unter die Naſe. 4
Augenblicklich fuhr ſie zuſammen, und ſchlug die Augen auf.
— Mein Gott, ſagte ſie, wo bin ich? Träumte ich oder war ich wach? Ich meinte, Alexandra ſei ge⸗ ſtorben.—
„Der Großfürſt Alexander lag noch vor ihr auf den Knieen. 1 — Ew. Majeſtät, ſagte er, können Sie mir ver⸗
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