— Sie iſt glücklich, wo ſie jetzt iſt, Ew. Majeſtät. Sie iſt todt.
Leichenblaß ſank die Kaiſerin auf den Divan nie⸗ der. Ihre Augen ſchloſſen ſich. Man hätte glauben können, ſie ſei von einem ſogleich tödtenden Schlag ge⸗ troffen worden. Ihr Athem hörte auf, die Bruſt blieb ganz ruhig. Wie durch einen wunderbaren Schickſals⸗ ſchlag ſchien ſie auf einmal in Marmor verwandelt zu ſein.
— Codt? ſtammelte der junge König, todt? Unfähig, ſich länger zu beherrſchen, eilte er hinweg. Willanow eilte in Alexandra's Zimmer. Döring
zog ſich in eine Fenſterniſche zurück.
Subow und Markow ſtanden bleich, erſchrocken und aufgeregt da. Der Schlag zermalmte auch ſie nebſt dem Ziel ihrer Hoffnungen in dem Augenblick, wo ihre Intriguen vom vollkommenſten Erfolg gekrönt wurden.
— Sie iſt todt, ſtüſterte Subow.
— Nein, ſie lebt noch, antwortete Markow; ſehen Sie, ihre Bruſt hob ſich wieder.
— Geſtehen Sie Eines, Markow.
— Was?
— Daß wir die Urſache ſind von...
— Kein Wort mehr, ſtill! Sie kommt zu ſich...
— Ja, aber nur, um bald ihrem Ziel entgegen⸗ zugehen.
— Welchem Ziel?
— Dem Tod.
— Sie glauben es? und unſere Pläne? — Still!
— Der Großffürſt Paul ſollte alſo... — Den Thron beſteigen. Ganz gewiß.


