Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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gehen wollte, fielen ihre Augen auf Willanow und Dö⸗ ring, und ſie blieb noch eine Weile ſtehen.

Ew. Majeſtät, bemerkte ſie, Sie haben einen Wunſch ausgeſprochen. Auch ich habe einen.

Haben Sie die Güte, ihn mir zu ſagen, Ew. Majeſtät; wenn ich kann, ſo erfülle ich ihn.

Nehmen Sie Döring bei der Hand, Ew. Ma⸗ jeſtät.

Der König that es, während die Kaiſerin Willa⸗ now's Hand ergriff.

Ew. Majeſtät, fuhr ſie fort, ſehen auch hier zwei Liebende; aber dieſe, Ew. Majeſtät, verſtehen ihr Glück zu gut, um ihm entgegenzuarbeiten. Ihnen brauche ich bloß zu ſagen: liebet euch! und... ſehen Sie ſelbſt, Ew. Majeſtät.

Willanow und Döring ſanken erröthend einander an die Bruſt.

Ew. Majeſtät, fügte die Kaiſerin hinzu, ich wünſchte Sie und Alerandra ebenſo glücklich zu ſehen. Was ſagen Ew. Majeſtät?

Ich werde die Stände fragen, antwortete Guſtav.

Das will ich nicht. Nehmen Sie lieber eine Armee von mir.

Nein. 1

So kommen Sie, Ew. Majeſtät, und ſehen Sie Alexandra ſelbſt.

Aber als ſie ſich umwandte, um in Alerandra's Zimmer zu gehen, entdeckten ſie den Großfürſten Alexan⸗ der, der ſo eben von ihr herausgekommen war und die letzten Worte zwiſchen ihnen mit angehört hatte.

Wohin, Ew. Majeſtät? fragte er.

Zu Alexandra.

Ihr Gang iſt vergeblich.

Was meinſt Du? Du erſchreckſt mich. Wel⸗ chen Blick hefteſt Du auf mich! Wie ſteht es mit Alexandra?