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man tadeln, aber den Leidenden ſelbſt muß man an ſein Herz drücken. Ich verzeihe Dir, Tarrakanow. Die Scene war rührend.
Von allen Seiten hatte man Döring aufgefordert, über die Urſache ſeines Verſchwindens und die Art und Weiſe, wie er mit Orlow zuſammengeführt worden, Aufſchlüſſe zu ertheilen.
Er erzählte alſo, daß er um ſechs Uhr einen Brief empfangen habe, worin er im Namen der Freundſchaft aufgefordert worden ſei, ſich zu einer gewiſſen Zeit in einem gewiſſen Zimmer einzufinden, und daß er ſich dahin begeben habe.
Aber nachdem er an die Thüre geklopft und dieſe geöffnet worden, hatte er kaum die Schwelle betreten können, als zehn bis zwölf Burſche über ihn herfielen und ihn mit rückwärts gebundenen Händen und einem Knebel im Mund in ein enges Gefängniß ſperrten, wor⸗ auf ſie ihn allein ließen.
Durch beharrliche Bemühungen gelang es ihm end⸗ lich, ſeine Hände los zu machen, und als ſeine Hände frei waren, fühlte er ſich ſelbſt wieder frei, zumal da man vergeſſen hatte, ihm ſeinen Degen abzunehmen. Inzwiſchen unterſuchte er den Arreſt. Die Thüre ein⸗ zubrechen, war unmöglich. Sie war von innen mit Eiſen beſchlagen. Die Gitter vor dem Fenſter waren feſt und dicht. In ſeinem Freiheitsdrang begann er mit ſeinem Degen die Wand zu durchſtoßen. Die Arbeit ging langſam von ſtatten, aber ſie führte doch zu einem Reſultat. Nach mehreren Stunden war es ihm gelun⸗ gen, einige Eiſenſtangen abzulöſen, ſo daß ſie, auf der einen Seite noch befeſtigt, mit den entgegengeſetzten Enden frei hinausſtanden.
So weit war er gekommen, als er auf einmal einen heftigen Lärm über ſeinem Haupfes hörte. Er


