Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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währte der Kaiſerin eine innere Befriedigung, die ſich auch in ihrem Aeußern abſpiegelte.

Welche Freude haben Sie mir nicht bereitet, Döring! ergriff ſie endlich das Wort; wie reichlich be⸗ lohnen Sie mich für den geringen Dienſt, den ich Ih⸗ nen geleiſtet habe! Kommen Sie her, Döring, knieen Sie nieder. Empfangen Sie dieſe Erinnerung an meine Dankbarkeit. Sie haben mich vor dem Fluch der Ge⸗ ſchichte gerettet und ich kann Sie nicht genug be⸗ lohnen.

Die Kaiſerin löste dabei den Ordensſtern des hei⸗ ligen Georg von ihrer Bruſt, und befeſtigte ihn an der ſeinigen.

Ew. Majeſtät, begann Döring wieder, ſehen Sie hier die zwei Perſonen, die das Bekenntniß mit anhörten.

Er zeigte auf den Arzt und den Prieſter, welche durch eine Verbeugung die Wahrheit ſeiner Worte be⸗ ſtätigten.

Eine Thräne entfiel den Augen der Kaiſerin: es war eine Freudenthräne.

In Tarrakanow war eine große Veränderung vor⸗ gegangen. Das Scharfe, manchmal ſogar Bittere, das ſo oft in ihren Zügen hervortrat, verſchwand immer mehr. Milde, Zufriedenheit und Herzlichkeit traten an die Stelle.

Mit einer Rührung, die durch eine in vieljährigen Kümmerniſſen geläuterte und gekräftigte Seele gemildert wurde, ſank ſie auf ihre Kniee nieder.

Neunzehn Jahre lang habe ich an der Menſchheit gezweifelt, ſagte ſie; o mein Gott, ich danke dir, daß ich wieder an ſie glauben darf.

Sie wandte ſich zu der Kaiſerin.

EGw. Majeſtät, können Sie mir meinen Argwohn verzeihen?

Komm an meine Bruſt, Tarrakanow; Du haſt entſetzlich gelitten. Den Argwohn des Leidenden kann