Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

mit aka⸗ lben ufen ſon⸗ igen eſtät ſei⸗ afzu⸗

enen rzu⸗

...

rlow

ihm

4

anvertraut, daß Sie, Ew. Majeſtät, als Sie, nachdem er Ihnen ſehr lange die ganze Wahrheit verſchwiegen, voll⸗ ſtändige Kenntniß von der Art und Weiſe empfangen, wie er die Prinzeſſin in Italien behandelt habe, und nachdem Sie endlich vernommen, daß dieſelbe in einer elenden Höhle eingeſperrt ſei, daß, ſage ich, Sie, Ew. Majeſtät, über die Lage der Prinzeſſin ſich zu beunru⸗ hihfn angefangen und Symptome von Mitleid gezeigt ätten.

Die Kaiſerin verlor kein Wort. Auch Tarrakanow

lauſchte mit geſpannter Neugierde. Niemand regte ſich. Die Aufmerkſamkeit war allgemein. Fahren Sie fort, bat die Kaiſerin, fahren Sie ort. Fürſt Alexis Orlow wollte die Lage der Prin⸗ zeſſin unter keinen Umſtänden gemildert ſehen, denn er fürchtete, im Fall er früher oder ſpäter einmal die Gunſt Ew. Majeſtät verlöre, ſo könnte ſeine betrügliche Ver⸗ heirathung mit ihr ihm zur Laſt gelegt werden.

Die Kaiſerin war über das, was ſie hörte, nicht ſowohl erfreut, als vielmehr gerührt.

Döring's Worte enthielten ein Geſtändniß, das ſie nicht zu erhalten erwartet hatte, und zwar juſt in dem Augenblick, wo ſie von Tarrakanow ſelbſt angeklagt wurde.

Noch mehr, Ew. Majeſtät, fuhr Döring fort, Orlow fürchtete, Ew. Majeſtät gutes Herz könnte ſich zu einer gänzlichen Freilaſſung der Prinzeſſin bewogen fühlen, und in dieſem Fall könnte ſein Name und Ruf überall, wo ſie ſich zeigte, von ihr compromittirt wer⸗ den. Deßhalb äußerte er gegen den Grafen, er wünſchte, daß Tarrakanow aus dem Weg geſchafft würde, und verſprach ihm ewige Dankbarkeit, im Fall dieß auf eine ſo geſchickte Art ausgeführt würde, daß kein Verdacht auf ihn ſelbſt fallen könnte.

Das Gefühl fleckenloſer, moraliſcher Reinheit ge⸗

Der Fürſt. II. 43