Teil eines Werkes 
5. bis 14. Bändchen (1853)
Entstehung
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Willanow, die zwiſchen der Kaiſerin und Alexandra hin und her ging, höͤrte die Stimme... ſie lauſchte... ihr Herz legte dabei ſeine ſchönſten Roſen auf ihre Wan⸗ gen, ihre Seele ihr lebhafteſtes Feuer in ihre Augen .. ſie hatte die Stimme erkannt... ſie war ihr ſo vertraut.

Als das Hoſperſonal Platz machte, war. es Dö⸗ nng der herbei eilte. Ihm folgte ein Prieſter und ein

Arzt. Willanow hätte ſich in ſeine Arme werfen mögen, aber ihre Verſchämtheit geſtattete es ihr nicht, und ſie lehnte ſich an Worowitſch, indem ſie mit Blicken der innigſten Liebe Döring folgte.

Als die Kaiſerin ihn ſah, erinnerte ſie ſich, daß ſie ihm einen Auftrag zu geben gewünſcht hatte.

Ew. Majeſtaͤt, ſprach er, ich komme von der Leiche des Grafen Orlow.

Es iſt alſo wahr, daß er todt iſt?

Die Gedanken der Kaiſerin beſchäftigten ſich mit nichts Anderem, als mit der Anklage, welche Tarraka⸗ now gegen ſie erhoben hatte. Der Eindruck derſelben hatte die ganze Sicherheit ihrer Seele über den Haufen geworfen, und ſcheu blickte ſie nicht allein um ſich, ſon⸗ dern auch über die Welt hin.

Da ich mich der ſchauerlichen Beſchuldigungen erinnerte, die er ſich in der Kapelle gegen Ew. Majeſtät erlaubte, ſo benützte ich die Gelegenheit, ihn auf ſei⸗ nem Todtenbett zu einem wahren Geſtändniß aufzu⸗ fordern.

Die Kaiſerin erhob ſich. Leben und Tod ſchienen ſich an die Erzählung zu heften, welche Döring vorzu⸗ tragen hatte. 8

Nun, ſagte ſie, zögern Sie nicht, Döring... ſprechen Sie weiter... ſprechen Sie...

Die Geſchichte iſt folgende. Fürſt Alexis Orlow hatte eines Tags den Grafen zu ſich gerufen und ihm