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auch die beiden Kämpfenden bald auf der Treppe nach dem obern Stock.
Das Geſchrei: Revolution! das jetzt von Stock zu Stock, von Zimmer zu Zimmer erſcholl, ſowie das von allen Seiten herbeiſtrömende Hofperſonal, brachte auch ſie aus der Faſſung. Als ſie die Nachricht erhielt, daß die beiden Brüder zum Fenſter hinaus geſtürzt ſeien, ſank ſie auf ihre Kniee nieder und verrichtete ein Gebet. Ruhig und ernſt erhob ſie ſich dann und ſetzte ihren Gang fort.
Worowitſch, Lechi und Alexandrowitſch folgten ihr.
Wir haben bereits erzählt, daß die Kaiſerin ſie wieder erkannte.
— Marfa, hatte ſie gerufen, Marfa!
Aber die Stimme war nicht feſt, die Ausſprache unſicher.
Es war nicht eine Wahrſagerin, welche die Kaiſerin vor ſich ſah, ſondern die ganze Erſcheinung verkündete eher eine Fürſtin. Es war Marfa, und doch war ſie es nicht. Wer war Marfa?
Marfa's Vorausſagungen ſtanden lebhaft vor der Seele der Kaiſerin.
Sie hatte ihr prophezeit, daß ſie bald auf ihrem Sterbebette liegen würde; aber ſie hatte auch geſagt, daß Tarrakanow an demſelben erſcheinen würde.
So manche aufregende Gefühle ſtürmten jetzt auf die Kaiſerin ein, daß eine ganz eigenthümliche, wunder⸗ ſame Stimmung ſie überkam.
— Verlaßt mich, befahl ſie ihrer Umgebung, ver⸗ laßt mich!.
Noch zögerte man und war unſchlüſſig, ob man ihrem Wunſch nachkommen ſollte, denn ihre Lage er⸗ ſchien beunruhigend. 1
— Ich wünſche mit Marfa allein zu ſein, ſagte ſie noch einmal und winkte Allen, ſich zu entfernen.
Das Hofperſonal zog ſich in's äußere Zimmer zu⸗ rück, ohne die Thüren zuzumachen.


